Erster Selbstzünder der Marke kommt 2008 in Legacy und Outback

Die Marke Subaru verbindet man seit jeher mit Rallye-Weltmeisterschaften, permanenten Allradantrieb und Boxermotoren. Letztere arbeiten zwar laufruhig, aber es waren und sind bislang Benzinmotoren gewesen. Ein großes Problem der Subaru-Aggregate, speziell auf dem europäischen Markt, ist bislang ihr recht hoher Verbrauch. Dies soll sich aber schon bald ändern.

Der erste Diesel-Boxermotor für Personenwagen
Subaru-typisch ist der symmetrische Allradantrieb, bei dem vom Boxermotor über Getriebe bis zum Hinterachs-Differenzial der gesamte Antriebsstrang in einer geraden Linie verläuft. Um dieses Prinzip auch weiterhin gewährleisten zu können, haben sich die Japaner bewusst dagegen entschieden, ein Diesel-Aggregat von einer Fremdfirma zuzukaufen, um die Verkaufszahlen auf dem euopäischen Markt zu steigern. Als Resultat dessen haben die Ingenieure des Mutterkonzern Fuji Heavy Industries über mehrere Jahre hinweg den ersten selbstzündenden Boxermotor für Personenwagen entwickelt.

Die Technik des Diesel-Boxers
Um einen leichten Dieselmotor mit einem Hubraum von zwei Liter herstellen zu können, wurde unter anderem der Zylinderabstand des Zweiliter-Benziners von 113 auf 98,4 Millimeter verkleinert. Die linken und rechten Lagerblöcke der Kurbelwelle sorgen für eine hochfeste Struktur, die den Einsatz eines gewichtssparenden Motorblocks aus Leichtmetall erlaubt. Bauartbedingt erzeugt ein Boxermotor kaum Vibrationen, denn durch die gegenüberliegende Anordnung der Zylinder heben sich die Massenkräfte erster und zweiter Ordnung, welche von Menschen als unangenehm empfunden werden, wechselseitig auf. Wegen der geringen Vibrationen können zudem Ausgleichswellen entfallen. Eine kurze und hochsteife Kurbelwelle minimiert die Vibrationsgeräusche, die vielen anderen Dieselmotoren anhaften.

Innermotorische Maßnahmen
Um optimale Voraussetzungen für die Diesel-Verbrennung zu schaffen, wurde im Vergleich zum Benziner der Kolbenhub um elf Millimeter erhöht und die Bohrung um sechs Millimeter verringert. Zusätzlich wurde der Zylinderabstand auf 98,4 Millimeter verkürzt, was dem Wert des Sechszylinder-Benzinmotors von Subaru mit drei Litern Hubraum entspricht. Durch die gesamten Maßnahmen konnte laut Subaru der Motorblock des Zweiliter-Benziners um 61,3 Millimeter verkürzt werden. Darüber hinaus wird der Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC) versehen. Für die Gemischaufbereitung setzen die Japaner auf ein Common-Rail-Einspritzsystem, welches mit einem Druck von rund 1.800 bar arbeitet. Das Abgassystem arbeitet mit Oxidations-Katalysatoren, einem offenen Diesel-Partikelfiltersystem (DPF) und Abgasrückführung (EGR). Damit soll der neue Diesel die Abgasnorm Euro 4 erfüllen.

Einführung in Legacy und Outback
Als vorläufige technische Daten des Aggregats nennt Subaru einen Hubraum von 1.998 Kubikzentimeter, eine Leistung von 150 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.800 Umdrehungen pro Minute. Die CO2-Emissionen werden mit 148 Gramm pro Kilometer angegeben. Ausgestattet wird der Diesel mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, bei Tempo 150 soll der Motor nur etwa 3.000 Umdrehungen pro Minute drehen. Zudem soll eine elektrische Servolenkung für einen günstigen Verbrauch sorgen. Hinsichtlich der Ausstattung werden die Diesel-Subaru einen speziellen, um zehn Millimeter verkürzten Schalthebel sowie exklusive Stoffe und Muster erhalten. Sein Europa-Debüt soll der Diesel-Boxer 2008 im Legacy und im Outback feiern.

Premiere bei Subaru