Studie in Detroit: Sparsamer EcoBoost-Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum

Mit der Studie ,C Concept" will Lincoln, die Edelmarke im Ford-Portfolio, neue Jagdgründe ins Visier nehmen. Die Studie auf der Automesse in Detroit (17. bis 25. Januar 2009) soll zeigen, dass ein Lincoln auf eine kompakte Größe geschrumpft und umweltgerecht angetrieben werden kann.

Von vorn als Lincoln zu erkennen
Das Concept Car verfügt über eine sportlich-flache Schulterlinie und eine vergleichsweise hohe Gürtellinie. Das soll den Passagieren ein Gefühl von Sicherheit und Zurückgezogenheit vermitteln. Auf üppige Überhänge wurde ebenso verzichtet wie auf eine B-Säule. Dafür fallen die breite C-Säule und das markant gestylte Heck mit einem durchlaufenden LED-Band auf. Von vorn betrachtet, gibt sich der Concept C am Kühlergrill-Design mit den integrierten LED-Hauptscheinwerfern als Lincoln zu erkennen.

Edle Materialien innen
Innen soll die Studie einem stilvoll eingerichteten Loft ähneln. Holz, Leder, Chrom und Metall geben ein einheitliches Bild. Besonderes Merkmal: Vom Alcantara-Dachhimmel über Sitze, Innenverkleidungen bis hin zum Fußbodenbelag dient Weiß als dominierendes Farbschema. Das nabenlos konstruierte Lenkrad mit seinen Bedienelementen scheint frei im Raum zu schweben. Auf diese Weise wird ein ungehinderter Blick auf die Instrumente ermöglicht. Am Dachhimmel gibt es für den Onboard-Internetzugang eine Webcam.

177 PS starker 1,6-Liter-Motor
Auch technisch hat die Studie einiges zu bieten – so zum Beispiel einen aufgeladenen Duratec-Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum. Der Motor mobilisiert 177 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter. Das Aggregat verfügt über die umweltgerechte EcoBoost-Technologie – ein relativ geringer Hubraum ist mit Benzindirekteinspritzung und einem kleinen, früh ansprechenden Turbolader gepaart – und die variable Doppelnocken-Verstellung Ti-VCT (Twin independent Variable Camshaft Timing).

Start-Stopp-Automatik
Das in Europa zum Beispiel aus dem Ford Focus bereits bekannte Ti-VCT-System ermöglicht die stufenlose Verstellung sowohl der Ein- als auch der Auslass-Nockenwelle zugunsten einer bei allen Drehzahlen optimierten Brennraumfüllung. Die Vorteile bestehen in einem verbesserten Drehmomentverlauf, einem besseren Ansprechen des Motors bei niedrigen Drehzahlen und aus einem um bis zu fünf Prozent günstigeren Benzinverbrauch. Positiv auf den Verbrauch wirkt sich auch die Start-Stopp-Automatik des Lincoln C Concept aus. Die Kraft wird mit dem automatisierten Ford-Doppelkupplungs-Schaltgetriebe PowerShift übertragen.

5,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer
Laut Hersteller verbraucht die 1.250 Kilogramm schwere Studie 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Das bedeutet eine Verbesserung um 25 Prozent im Vergleich zum amerikanischen Ford Focus mit 2,0-Liter-Saugmotor. Die Abgasemissionen werden laut Hersteller zugleich um 15 Prozent reduziert.

Bildergalerie: Feiner Kleiner