Der chinesische Hersteller stellt Spritsparer und ein Elektrofahrzeug vor

Während einige Hersteller die North American International Auto Show NAIAS (17. bis 25. Januar 2009 in Detroit) komplett auslassen, haben die chinesischen Autobauer richtig was mitgebracht. Besonders interessante Modelle hat BYD (Build Your Dreams) dabei: Zwei Plug-in-Hybride und ein Elektrofahrzeug sollen beim Ressourcen schonenden Vorankommen helfen.

Ohne und ohne: Dual Mode
Der BYD F3 DM ist ein kompakter Wagen im Outfit der 80er. Unter der Haube wird es aber interessant: Die Chinesen haben hier nach eigenen Angaben einen serienreifen Plug-in-Hybrid verbaut. Die Batterie des F3 DM soll eine Kapazität von 16 Kilowattstunden haben, was in Zusammenarbeit mit dem 67-PS-Elektromotor für eine Reichweite von 100 Kilometern reichen könnte. Ist die Batterie erschöpft, übernimmt der auch im Kleinwagen BYD F0 verbaute 67-PS-Einliter-Verbrennungsmotor die Vortriebsarbeit. Dieses Entweder-Oder-Prinzip führt zum Namens-Anhängsel "DM" für "Dual Mode". Als Höchstgeschwindigkeit gibt BYD 150 km/h an, die Beschleunigung des 1,5-Tonnen-Wagens von null auf 96 km/h (60 mp/h) ist in 10,1 Sekunden absolviert. Dabei haben die beiden Aggregate höchst unterschiedliche Drehmomente: Den 90 Newtonmeter des Verbrenners stehen erkleckliche 400 Newtonmeter des Elektromotors gegenüber. Gerüchteweise soll der Wagen spätestens Anfang 2010 serienmäßig vom Band laufen – und wäre damit das erste Plug-in-Hybridfahrzeug in Massenfertigung.

Mehr Platz im BYD F6 DM
Auch vom F6 haben die Chinesen jetzt eine Plug-in-Hybrid-Version im Korb. Äußerlich unterscheidet sie sich von der Variante mit reinem Verbrennungsantrieb durch das Fehlen der auffälligen Flügel-Kühlerfigur. Unter der Haube muss der gleiche Antrieb ran, wie er schon im F3 DM seinen Dienst tut. Dabei wiegt der F6 DM spürbare 320 Kilogramm mehr als sein kleinerer Bruder. Trotzdem sollen die beiden 67-PS-Aggregate für eine Höchstgeschwindigkeit von ebenfalls 150 km/h gut sein. Nur bei der Beschleunigung von null auf 96 km/h muss der große Wagen den Kleinen mit 13,0 um knapp drei Sekunden ziehen lassen. Die Lithium-Ionen-Phosphat-Batterietechnik soll mindestens 2.000 Ladezyklen an der Haushaltssteckdose oder 500.000 Kilometer durchhalten. Verlässliche Verbrauchsangaben gibt es zu den Plug-in-Hybriden von BYD noch nicht.

Rein elektrisch: BYD E6
4,54 Meter lang und über zwei Tonnen schwer: Mit dem E6 hat der chinesische Hersteller einen ausgewachsenen Elektrowagen im Prototypen-Programm. Das Fahrzeug soll mit seinem Synchronmotor bis zu 160 km/h schnell sein und in 8,9 Sekunden von null auf 96 km/h kommen. Auch hier ist eine Aufladung des Lithium-Ionen-Phosphat-Akkus an der 220-Volt-Haushaltssteckdose vorgesehen. Als maximale Reichweite könnten mit einer Ladung 300 Kilometer drin sein. Auch bei diesem Fahrzeug wird gerüchteweise von einem Verkaufsstart 2010 ausgegangen.

Plug-in-Hybrid-Träume?