Aufpreis von 1.200 Euro amortisiert sich schon nach etwas mehr als einem Jahr

Jeep führt am 30. August 2008 das Sondermodell Patriot Eco+ ein. Es lässt sich sowohl konventionell mit Benzin als auch mit Autogas (LPG) antreiben. Als Motor kommt eine modifizierte Version des 2,4-Liter-Vierzylinders mit 170 PS zum Einsatz.

Mobilnavi an Bord
Zusätzlich zum normalen Benzintank wird ein 72-Liter-Gastank in die Reserveradmulde eingebaut. Dadurch addiert sich zu der Benzinreichweite von rund 590 Kilometer die Autogasreichweite von etwa 740 Kilometern; zusammen kommt man auf rund 1.300 Kilometer. Der Fahrer kann manuell zwischen Benzin- und Gasantrieb umschalten. Die Anlage erkennt automatisch, welche Mischung von Propan und Butan im Tank ist. Damit man die nächste Autogas-Tankstelle auch findet und nicht mit Benzin fahren muss, ist beim Patriot Eco+ serienmäßig die Jeep-Edition des Navigationsgeräts TomTom XL Traffic Europe an Bord. Das Mobilnavi hat über 4.000 Autogastankstellen in Deutschland gespeichert – das sind in etwa alle, die es gibt. Außerdem sind auch viele LPG-Tankstellen in Europa verzeichnet.

900 Euro im Jahr sparen
Mit Autogas kann man einiges an Spritkosten sparen. Die Benzinversion verbraucht laut Jeep 8,7 Liter auf 100 Kilometer. Der Autogas-Verbrauch liegt mit 9,8 Liter auf 100 Kilometer etwas höher, dafür ist dieser Kraftstoff deutlich günstiger. Bei einem Preis von 0,70 Euro pro Liter und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometer ergeben sich Kraftstoffkosten von 1.029 Euro. Damit spart man im Vergleich zum normalen Benziner bei einem Benzinpreis von 1,50 Euro pro Liter etwa 900 Euro pro Jahr.

Nur 1.200 Euro Aufpreis
Der normale Patriot 2.4 ist mit Handschaltung für 24.490 Euro zu haben, mit stufenloser CVT-Automatik und besserer Ausstattung für 28.390 Euro. Der Aufpreis des Autogas-Sondermodells beträgt nur 1.200 Euro. Zum Vergleich: Beim Ford Focus und C-Max kostet eine LPG-Umrüstung 2.500 Euro. Der Sondermodellpreis ist also wirklich günstig – schließlich erhält man bei Jeep ja auch noch das Mobilnavi dazu. Wer 15.000 Kilometer jährlich fährt, für den amortisiert sich der Mehrpreis schon nach etwas mehr als einem Jahr. Den Kundenvorteil im Vergleich zur Einzelanschaffung der Komponenten gibt Jeep mit 2.200 Euro an. Wer schon einen Patriot besitzt, kann sich die vom holländischen Hersteller Vialle stammende Autogasanlage übrigens auch nachträglich beim Händler einbauen lassen.

Jeep Patriot mit LPG