Tipps, wie das Nachladen der Autobatterie einfach und sicher funktioniert

Der Sommer gilt im Allgemeinen nicht als Zeit großer Probleme mit der Autobatterie. Wenige wissen jedoch, dass auch Hitze die Selbstentladung fördert. Ist ein Auto länger gestanden oder wurde bei stehendem Motor Strom verbraucht, kann das Nachladen genauso notwendig sein wie im Winter. Im Folgenden finden Sie Tipps, wie das Nachladen einfach und sicher funktioniert.

Anzeichen nicht so auffällig
Die Anzeichen für nachlassende Leistung fallen im Sommer nicht so schnell auf wie in der kalten Jahreszeit. Der Grund: Die Kapazität ist bei Wärme höher, dafür gehen auch ohne Verbrauch schneller Amperestunden verloren. Werden beispielsweise die Lichter beim Anlassen oder im Stand deutlich dunkler, ist es Zeit zum Nachladen.

Batterie abklemmen
Und so wird richtig nachgeladen: Zu Beginn sollte die Batterie abgeklemmt werden – immer zuerst den Minuspol trennen. Die Batterie muss abgeklemmt werden, weil manche Ladegeräte eine höhere Spannung erzeugen, als es für die Bordelektronik verträglich ist. Das gilt vor allem für leistungsstarke Schnellladegeräte. Beim Anschließen des Ladegerätes muss unbedingt auf die korrekte Polarität geachtet werden. Pole und Anschlussklemmen sind mit Plus- und Minuszeichen oder mit Schwarz und Rot markiert. Rot gehört zum Pluspol. Die Batterie wird zuerst an das Akkuladegerät angeschlossen und dann kann das Gerät mit der Steckdose verbunden werden.

Zuerst das Ladegerät vom Netz trennen
Hat der Akku Verschlussstopfen oder entfernbare Abdeckleisten für die sechs Zellen, sollten sie abgenommen werden. Beim Laden kann vor allem in der Schlussphase und bei der Verwendung von älteren Ladegeräten Knallgas entstehen, das bei offenen Zellen leichter seinen Weg aus der Batterie findet. Eine gute Lüftung der Ladestelle ist daher nötig. Das explosive Knallgas ist auch der Grund, warum Feuer und Zigaretten in der Nähe von ladenden Batterien nichts zu suchen haben. Beim Abklemmen der Anschluss-Zangen ist ebenfalls Vorsicht angesagt, damit kein Funken das Gas zünden kann. Deshalb immer zuerst das Ladegerät vom Netz trennen.

Vorsicht, Säure zersetzt Textilien
Ist der Akku voll, schalten sich moderne Ladegeräte automatisch aus. Die meisten Apparate gehen dann zur Erhaltungsladung über und ersetzen den schleichenden Energieverlust. Nur bei völlig wartungsfreien Batterien entfällt die Kontrolle des Säurespiegels nach dem Laden. Bei ihnen sind die Zellen oft gar nicht mehr zugänglich und zu prüfen. Bei allen anderen Typen muss der Flüssigkeitsspiegel bis zu den Marken in den Zellen reichen. Wenn nicht, ist destilliertes Wasser zum Nachfüllen nötig. Aber vorsicht, die Säure in den Zellen kann Textilien zersetzen.

Zuerst den Pluspol wieder anklemmen
Abschließend muss die geladene Batterie wieder sorgfältig im Fahrzeug befestigt werden. Keinesfalls sollte man sich auf die Fahrt begeben so lange sich der Akku nicht wieder sorgfältig in der Halterung befindet. Beim Anklemmen der Leitungen ist der Pluspol als erster an der Reihe.