Erster Einsatz in einer Testflotte für Ende des Jahres 2008 geplant

Viele Hersteller sehen in der Brennstoffzelle den Fahrzeugantrieb der Zukunft. Doch bislang weist die Technik, durch die Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt wird, noch diverse Schwachpunkte auf. Die wesentlichen Probleme gibt es in den Bereichen Leistung und Kosten. Genau diesen Knackpunkten will Nissan nun zu Leibe rücken.

Neue Brennstoffzellen-Generation
Die Japaner präsentieren eine neue Ausbaustufe des so genannten Brennstoffzellenstapels, der auf englisch ,Fuel Cell Stack" genannt wird. Bei dieser wurde eine Verdopplung der Energieleistungsdichte erzielt. Hintergrund hierfür ist eine verbesserte Leitfähigkeit der Elektrolytmembran innerhalb der Elektrode-Membran-Einheit, in der die eigentliche chemische Reaktion abläuft.

Geänderte Zellstruktur
Auch die jetzt noch komprimierter gepackte Zellstruktur hat zur Steigerung der Leistungsdichte beigetragen. Dafür wurde der Separator aus Kohlefaser gegen einen Separator aus dünnem Metall ausgetauscht. Dieser trennt den für die chemische Reaktion notwendigen Wasserstoff von Sauerstoff und dem Kühlwasser. Eine spezielle Beschichtung verbessert die Leitfähigkeit und schützt den Separator vor chemischer Zersetzung. Durch diese Maßnahmen sollen sowohl die Haltbarkeit als auch die Effizienz des Brennstoffzellenstapels erheblich gesteigert worden sein.

Mehr Leistung, weniger Kosten
Die Elektroden bestehen zukünftig aus einem von Nissan nicht näher definierten neuen Material. Dadurch soll der Einsatz von teurem Platin im Vergleich zum Vorgängermodell um 50 Prozent gesenkt werden. Nissan spricht von einer Reduzierung der Produktionskosten um 35 Prozent. Alle Modifikationen führen insgesamt zu einer Verdoppelung der Energiedichte, obwohl die Größe des Brennstoffzellenstapels um etwa ein Drittel reduziert wurde. In Zahlen ausgedrückt beträgt das Volumen nun 68 statt bisher 90 Liter, die Nennleistung steigt von 90 auf 130 Kilowatt. Der erste Einsatz der neuesten Brennstoffzellen-Generation ist Ende 2008 in einer Testflotte geplant. Um welche Fahrzeuge es sich handelt, hat Nissan noch nicht bekannt gegeben.

Kompakter und günstiger