Nachwuchs bei Familie Hummer: Fünf Sitzplätze plus Ladefläche im neuen H3T

Auf der Auto Show in Chicago vom 8. bis 17. Februar 2008 wird der neue Hummer H3T erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Genau wie bei seinem größeren Bruder, dem H2T, steht das ,T" im Namen dabei für ,Truck". So ist auch der H3T ein Pick-up mit vergrößerter Passagierkabine und bietet maximal fünf Personen Platz. Statt eines Kofferraums schleppt der urige Ami hinter der Heckscheibe eine Ladefläche von 1,50 Meter Länge mit sich herum. Laut Hersteller langt das etwa zum Transport von zwei Enduro-Bikes oder einer drei Quadratmeter großen Sperrholzplatte – auch wenn man sich den Lifestyle-Laster H3T nur schwer als das Dienstfahrzeug eines Schreiners vorstellen kann.

Bekannte Größen
Unter der H3T-Haube kommen die beiden Motoren zum Einsatz, die auch den regulären H3 antreiben. Als Einstiegsmotor dient der 3,7-Liter-Reihen-Fünfzylinder mit 245 PS, mit dem der H3 auch in Deutschland an den Start rollt. Das Toptriebwerk des H3T Alpha hingegen gibt's hierzulande offiziell nicht: Bei dem blubbert nämlich ein 5,3-Liter-V8 im Motorabteil und schickt bei Bedarf 305 PS per permanentem Allradantrieb an alle vier Räder. Beide Motoren wird Hummer mit einer Viergang-Automatik oder einem Fünfgang-Schaltgetriebe anbieten.

Fürs Gelände
Ebenfalls unabhängig von der Motorisierung nutzt der Pick-up eine verlängerte Version der unverwüstlichen aber antiquierten Leiterrahmenkonstruktion, auf dem auch das H3 SUV basiert. Trotz längerem Chassis soll der H3T aber ähnlich gut durchs Gelände pflügen wie sein kürzerer, geschlossener Bruder. Besonders dann, wenn der Kunde das optionale ,Adventure"-Fahrwerkspaket ordert. Dann gibt's 33- statt 32-Zoll-Räder, spezielle Stoßdämpfer, Sperrdifferenziale vorne und hinten sowie eine verkürzte Getriebeübersetzung für mehr Anzug im Gelände. So ausgerüstet bietet der Pick-up geländefreundliche 285 Millimeter Bodenfreiheit und eine Steigfähigkeit von 60 Prozent. Zusätzlich sorgen Unterfahrschutzplatten dafür, dass sensible Bauteile wie Ölwanne, Vorderachse oder Benzintank bei allzu rauen Geländeeinlagen nicht ernsthaft beschädigt werden.


Für jeden Tag
Bei aller Geländegängigkeit bleibt der H3T aber natürlich ein Auto für den Alltag. Das belegt alleine schon die Liste der Sicherheitsfeatures: Neben Front- und Kopfairbags verpasst Hummer dem Offroader Standards wie Allrad-ABS, Traktionskontrolle, ESP Reifendruckkontrollsystem oder Kindersitzbefestigungen. Daneben gibt's die typisch amerikanische Komplettausstattung: Klimaanlage, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und CD-Radio sind serienmäßig an Bord. Wer will, kann den H3T zusätzlich mit Goodies wie Rückfahrkamera oder Navi inklusive Bluetooth-Schnittstelle aufrüsten. Kurz nach Produktionsstart im dritten Quartal 2008 will Hummer die ersten Exemplare an die Kunden ausliefern. Dass der Truck nach Europa kommt, ist zwar schon beschlossen. Wann genau es losgeht, steht aber noch ebenso wenig fest wie der Preis des H3T.

Bildergalerie: Hummer H3T