Sound-Technologie für leise Fahrzeuge soll Sicherheit für Fußgänger erhöhen

Die Firma Lotus ist vor allem als Sportwagenhersteller bekannt, doch neben "Lotus Cars" gibt es auch "Lotus Engineering", eine Abteilung für andere technische Projekte. Diese hat nun ein System konstruiert, das besonders leise Fahrzeuge wie Elektro- oder Hybridautos durch künstliche Fahrgeräusche besser wahrnehmbar macht. So sollen die bei niedrigem Tempo kaum hörbaren Fahrzeuge Fußgänger und Fahrradfahrer weniger gefährden. Besonders Blinde und Sehbehinderte profitieren davon, verspricht Lotus.

Geräusche nur vorne
Das Demonstrationsfahrzeug trägt den Namen "Safe and Sound" und basiert auf einem Toyota Prius. Der Geräusch-Synthesizer tritt ausschließlich im reinen Elektrobetrieb in Aktion, denn dann ist das Fahrzeug nahezu lautlos. Sobald der Benzinmotor anspringt, wird der Geräusch-Sythesizer gestoppt. Der Fahrer soll so gut wie kein zusätzliches Geräusch hören. Das System simuliert das Motorgeräusch eines normalen Fahrzeugs. Dieses wird von einem wasserdichten Lautsprechersystem neben dem Grill abgestrahlt. Dadurch schallt das Fahrgeräusch nur nach vorne – ein erwünschter Effekt, denn sobald das Auto vorbeigefahren ist, hat das Geräusch ja keine Warnfunktion mehr. Lotus-Chef Mike Kimberley zu dem System: "Unsere fortschrittliche Soundtechnologie verbessert die Fußgängersicherheit und erhält die Umweltvorteile. Wir hoffen, dass der Gesetzgeber ein Minimalgeräusch für Fahrzeuge einführt."

Sicherheits-Geräusche