Die Briten kündigen einen hoch effizienten Bio-Alkohol-Versuchsmotor an

Lotus, Jaguar und die Universität Belfast wollen bis Januar 2009 einen neuen Versuchsmotor entwickeln. Der Name Omnivore (,Allesfresser") gibt einen Hinweis auf den Zweck des Projekts: Der Zweitakter-Einzylinder mit Direkteinspritzung ist als Flex-Fuel-Motor ausgelegt, wird also sowohl Ottokraftstoff als auch Bio-Alkohol verdauen. Ziel des Projektes ist eine Effizienzsteigerung im Alkoholbetrieb. Zu diesem Zweck soll der Versuchsträger mit einem innovativen System ausgestattet werden, das ein variables Verdichtungsverhältnis ermöglicht.

Für die Zukunft gerüstet
Für die Entwicklung hauptverantwortlich zeichnet Lotus Engineering, die Universität Belfast steuert ihre Ressourcen im Bereich Motor-Simulation bei, während Jaguar dem Projekt als beratender Partner zur Seite steht. Der Hintergrund: Da derzeitige Flex-Fuel-Motoren auch Ottokraftstoff vertragen müssen, laufen sie im Alkoholbetrieb mit reduziertem Wirkungsgrad. Geraint Castleton-White, Entwicklungsleiter Antrieb bei Lotus Engineering, erläutert: ,Im Vergleich zu Ottokraftstoff bietet Alkohol aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften potenziell einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Mit dem Einzylinder-Projekt werden wir ein System zur hoch effizienten Verbrennung erforschen. Dieses System optimiert die Leistung des Motors, und erlaubt so, das Potenzial von Benzin und Alkohol voll auszuschöpfen." Das Thema Flex-Fuel ist für Lotus keineswegs Neuland: Erst Anfang 2008 stellten die Briten auf dem Auto Salon in Genf den Exige 270E ,Tri-Fuel" vor, dessen Motor mit einer beliebigen Mischung aus Benzin, Bio-Ethanol und Methanol betrieben werden kann.

Bildergalerie: Lotus: Projekt Omnivore