Neue Kombi-Variante kommt im Frühjahr 2009 auf den Markt

Der Caravan ist tot, es lebe der Sports Tourer: Nach dem Namenswechsel von Vectra zu Insignia bekommt auch die Kombiversion der neuen Opel-Mittelklasse eine andere Bezeichnung. Das Unternehmen mit dem Blitz verabschiedet sich damit nach mehr als 50 Jahren von dem Traditionsnamen. Ursprünglich ,CarAVan" geschrieben, sollte die Bezeichnung seinerzeit auf die Mischung aus Auto und Lieferwagen hinweisen, da Kombis damals noch unter einem Handwerker-Image litten.

Dynamische Karosserieform
Diese Vergangenheit ist mittlerweile überwunden. Mit dem neuen Insignia Sports Tourer verpackt Opel den Nutzwert wesentlich dynamischer als es beim Vectra der Fall war. Auffallendstes Design-Merkmal sind die vollständig in die Heckklappe integrierten Rückleuchten. Die Klappe selbst reicht bis in Flanken der Karosserie hinein. Insgesamt folgt die äußere Form mit der nach hinten ansteigenden Seitenlinie der aktuellen Kombi-Mode. Mark Adams, Design-Chef von General Motors Europa, betont, dass man den Insignia Sports Tourer als ,eigenständiges Modell und nicht einfach als die Kombi-Version einer Limousine" entwickelt hat.

Plus an Länge und Laderaum
In der Länge misst der Sports Tourer nun 4,91 Meter, das sind sieben Zentimeter mehr als beim bisherigen Vectra Caravan und acht Zentimeter mehr als die Insignia Limousine. Etwas kürzer im Vergleich zum Vorgänger wurde der Radstand, der jetzt 2,74 Meter statt 2,83 Meter beträgt. Trotz der sportlichen Formen fasst der Kofferraum des Sports Tourer 540 Liter, zehn mehr als der alte Caravan.

Verkaufsstart Anfang 2009
Die Messepremiere der dritten Modellvariante findet Anfang Oktober 2008 auf dem Pariser-Auto-Salon statt. Zu den Händlern rollt der Sports Tourer im Frühjahr 2009. Auf den Markt kommen dann auch weitere technische Neuheiten für die gesamte Insignia-Familie. Zu ihnen zählt die ,Opel Eye"-Kamera, die Verkehrsschilder erkennt und den Fahrer vor dem Verlassen der Spur warnt. Außerdem ergänzen ab diesem Zeitpunkt zwei neue Motoren die Antriebspalette: ein kompakter Turbo-Benziner mit reduziertem Hubraum und ein neuer Diesel.

Turbo für die Basis?
Über die Leistungsdaten der Aggregate sind bislang nur Spekulationen möglich: Der neue Ottomotor könnte entweder den nur noch in der Basisausstattung erhältlichen Einstiegsbenziner mit 115 PS beerben oder die Lücke zwischen 140 und 220 PS schließen. Der Selbstzünder dürfte das bislang bei 160 PS endende Dieselangebot im Insignia nach oben hin ergänzen. Opel kündigt zudem eine ecoFlex-Version mit günstigen Verbrauchs- und CO2-Werten an. Wie hoch der Aufpreis für den Insignia Sports Tourer sein wird, hat die Marke mit dem Blitz noch nicht bekannt gegeben.

Opels neuer Lust-Laster