440-PS-Rennwagen bekommt keine Straßenzulassung

Der Sportwagenhersteller Porsche erweitert seine Angebotspalette um ein weiteres Mitglied der Elfer-Familie. Der neue 911 GT3 Cup S basiert auf dem Straßensportwagen GT3 RS. Wer jetzt feuchte Hände bekommt, dem sei gesagt, dass der jüngste Zuffenhausener ausschließlich für Rennzwecke konzipiert ist und keine Straßenzulassung bekommt. Das in Weissach entwickelte und gebaute Fahrzeug wird in internationalen Meisterschaften eingesetzt, die nach dem FIA GT3-Reglement ausgetragen werden.

Modifikationen für höhere Motorleistung
Der 3,6-Liter-Boxermotor ist nahezu identisch mit dem Triebwerk, das im Porsche Mobil1-Supercup und den internationalen Carrera Cups zum Einsatz kommt. Die Leistung wurde jedoch um 20 auf nun 440 PS bei 8.000 Umdrehungen pro Minute gesteigert. Im konventionellen GT3 RS leistet das Aggregat 415 PS. Das maximale Drehmoment steigt um zehn auf 430 Nm bei 7.250 Umdrehungen pro Minute. Eine optimierte Motorsteuerung und eine geänderte Abgasanlage sorgen für den Kraftzuwachs im 1.170 Kilogramm schweren GT3 Cup S.

Bugteil und Kotflügel mit Veränderungen
Durch die an der Hinterachse um 44 Millimeter breitere Karosserie des Serienmodells GT3 RS lassen sich unter den Kotflügeln des neuen Langstreckenrenners GT3 Cup S deutlich größere Räder unterbringen als bei der auf dem Serien-GT3 basierenden Rennversion GT3 Cup. Vorne kommen nun 10,5 Zoll breite Felgen zum Einsatz, die Hinterreifen sind gar auf 12 Zoll breiten Felgen aufgezogen. Das Bugteil und die Kotflügel des GT3 Cup S unterscheiden sich ebenfalls von den am GT3 Cup verwendeten Komponenten. Ein einstellbarer Frontsplitter sorgt für mehr Abtrieb an der Vorderachse. Der Heckflügel ist breiter und höher positioniert als bei der Cup-Variante und sorgt somit auch an der Hinterachse für gesteigerten Anpressdruck.

Größere Bremsscheiben
Ein Teil der Fahrwerkskomponenten des GT3 Cup S stammen aus dem stärkeren GT3 RSR, der in der GT2-Klasse bei internationalen Langstreckenrennen an den Start geht. Um die Bremsanlage der im Vergleich zum GT3 Cup gestiegenen Motorleistung anzupassen, wuchs der Durchmesser der Bremsscheiben um fünf auf 355 Millimeter. Der neue GT3 Cup S kostet 250.000 Euro zuzüglich der länderspezifischen Mehrwertsteuer und wird voraussichtlich ab April an die Kunden-Teams ausgeliefert. Zusätzlich wird Porsche ein Umbaukit anbieten, um Cup-Fahrzeuge des Modelljahres 2007 auf den Stand des GT3 Cup S aufzurüsten.

Bildergalerie: Porsche 911 GT3 Cup S