Trunkenheitsklausel befreit den Versicherer von der Leistungspflicht

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen, trotzdem sollte man sich nach einer feuchtfröhlichen Faschingsparty nicht ans Steuer setzen. Viele fühlen sich nach zwei, drei Gläsern Alkohol zwar noch als Herr des Geschehens, doch der Gesetzgeber sieht das meist anders. Spätestens mit 0,5 Promille im Blut lässt die Reaktionsfähigkeit drastisch nach. Deshalb geht die Polizei hier bereits von einer Ordnungswidrigkeit aus und verhängt ein Bußgeld. Ab 0,8 Promille droht sogar der Führerscheinentzug.

Individuelle Fahrtüchtigkeit
Kommt es unter Alkoholeinfluss zu einem Unfall, bleibt davon oft auch der Versicherungsschutz nicht unberührt, warnt die HUK-Coburg. Hier spielen die Alkoholkonzentration im Blut und die individuelle Fahrtüchtigkeit eine wichtige Rolle. Wer Schlangenlinien fährt, Autos rammt oder von der Straße abkommt, hat diese Grenze überschritten.

Bis zu 5.000 Euro
Wie viel Alkohol zu solchen Ausfallerscheinungen führt, ist letztlich bei jedem verschieden. Im Extremfall reicht ein Glas Sekt aus. Ist der Alkohol eindeutig für den Unfall verantwortlich, greift in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Trunkenheitsklausel. Sie befreit den Versicherer von seiner Leistungspflicht. Der Schutz des Geschädigten steht im Vordergrund, darum reguliert die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden, nimmt dann jedoch den Fahrer in Regress. Maximal 5.000 Euro kann sie sich vom Schädiger zurückholen.

Ursache Alkohol
In der Kasko-Versicherung können die Folgen unter Umständen noch gravierender sein. Bei einem Fahrer mit mehr als 1,1-Promille im Blut geht die Rechtssprechung von absoluter Fahruntüchtigkeit aus. Der Alkoholgenuss gilt also automatisch als ursächlich für den Unfall. Jedoch können auch geringere Mengen genügen, um den Versicherungsschutz zu gefährden. Nicht vergessen sollte man als Autofahrer, dass es rund zehn Stunden dauert, um ein Promille Alkohol wieder abzubauen.