Ex-Mc-Laren-Designer Jim Dowle glaubt, seine Idee sei neu

P1, so heißt nicht nur ein bekannter Münchner Frustrierten-Treff, sondern auch eine Sportwagen-Studie des Ex-Mc-Laren- und Ex-Jordan-Designers Jim Dowle. Und da verbrauchsintensive Hubraum-Monster im Moment nicht einmal als Gegenkultur durchgehen, hat der clevere Brite mit seiner Firma JJAD aus dem Brenner-Renner schnell einen Elektrowagen gemacht. Nur mithilfe von Sportwagen glaubt Dowle Menschen für elektrisch betriebene Fahrzeuge begeistern zu können. Dass es einen Strom-Flitzer namens Tesla Roadster bereits zu kaufen gibt, scheint Dowle zu ignorieren.

Theoretisch gute Werte
Der flach und kompakt gezeichnete Flügeltürer heißt in seiner Elektro-Version P1-E. Allradbetrieben soll er beeindruckende Leistungen zeigen. Der Spurt von null auf 96 km/h (60 mph) ist laut JJAD in 2,9 Sekunden abgerissen, die Reichweite pro Batterieladung wird mit 370 Kilometer angegeben. Zum Vergleich: Der gerade in Detroit vorgestellte Tesla Roadster Sport braucht für den 60-Meilen-Sprint 3,7 Sekunden und kommt 365 Kilometer weit. Angetrieben wird der P1-E von zwei Elektromotoren, die es zusammen auf 290 Kilowatt (394 PS) bringen. Das gemeinsame Drehmoment von 800 Newtonmeter verdient das Prädikat "enorm". Gespeichert wird die Energie in zentral unter dem Fahrzeugboden montierten Lithium-Ionen-Akkus und während des Bremsens fließt Strom in die Batterien zurück.

Günstiger Preis, langes Warten
Gut 59.000 Euro soll der 1.055 Kilogramm leichte P1-E mal kosten – der Tesla Roadster schlägt mit über 100.000 Euro zu Buche. Allerdings geht JJAD davon aus, das frühestens 2012 eine erste Tranche von 500 Fahrzeugen zur Verfügung steht – immerhin wird 2009 laut Hersteller ein Prototyp zu Testzwecken unterwegs sein. Bis zum Marktstart könnte auch Tesla mit günstigeren Preisen punkten. Und weitere Elektro-Sportler wie der ebenfalls britische Lightning GT fressen dann bereits am Markt mit. Der P1-E soll mit einem etwas griffigeren Namen zu den Kunden rollen – und könnte es 2012 gar nicht so leicht haben, viele Käufer zu finden.

P1-E: Mehr Strom-Sport