Auf dem Genfer Automobilsalon stellt Subaru die ersten Boxer-Diesel-Modelle vor

Es ist soweit: Subaru stellt die weltweit ersten Fahrzeuge mit Boxer-Dieselmotor vor. Auf dem Genfer Automobilsalon (6. bis 16. März 2008) feiern der Subaru Legacy 2.0D und der Subaru Outback 2.0D ihre Premiere. Außerdem bringen die Japaner den neuen Forester sowie das schon bekannte Elektrofahrzeug G4e Concept und das ebenfalls bereits gezeigte Versuchsfahrzeug R1e in die Schweiz mit.

Nie da gewesen: Boxer-Diesel
Mit einem Dieselmotor in Boxerbauform betritt Subaru Neuland. Bisher war kein Pkw mit einem derartigen Antriebskonzept unterwegs. Allenfalls gab es seltene 180-Grad-V-Diesel, die eher Versuchscharakter hatten. Beim Boxermotor hat jeder Pleuel seine eigene Kurbelwellen-Kröpfung, während sich bei einem 180-Grad-V-Motor die Pleuel der gegenüberliegenden Kolben jeweils eine Kröpfung teilen müssen. Da das Boxer-Diesel-Konzept erstmals umgesetzt wurde, hat die Entwicklung bei Subaru entsprechend lange gedauert. Die bereits für die IAA 2007 angekündigte Premiere fiel ins Wasser, die Anpassung der Boxer-Diesel an die Fahrzeuge war noch nicht abgeschlossen. Im Legacy und im Outback arbeiten jetzt 2,0-Liter-Vierzylinder-Boxerdiesel mit 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.800 U/min. Bei der Legacy-Limousine erzeugt das Common-Rail-Aggregat 148 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Ob die boxertypische Laufruhe auch vom Diesel geboten wird, können erst die Tests zeigen.

Forester: Dritte Generation
Er stand dieses Jahr schon auf der Detroit-Auto-Show und feiert jetzt seine Europa-Premiere: der neue Subaru Forester. Die Buh-Rufe aus Presse und Kundschaft haben Wirkung gezeigt: Das so genannte Crossover-SUV (Sports Utility Vehicle) kommt mit einer deutlich gefälligeren Front daher. Außerdem ist der Wagen elf Zentimeter höher und fast fünf Zentimeter breiter als sein Vorgänger. Zusätzlich wurden Geländeeigenschaften wie Böschungswinkel vorn und hinten verbessert. Die Bodenfreiheit legt je nach Version um bis zu zwei Zentimeter zu. Als Motorisierung kommt in Deutschland nur ein Aggregat zum Einsatz: ein Zweiliter-Benziner mit 150 PS. Der 2,5-Liter-Turbo ist dem nordamerikanischen Markt vorbehalten. Geschaltet wird im Forester entweder mit einer manuellen Fünfgang-Schaltung, wahlweise übernimmt eine Viergang-Automatik den Job.

Elektrische Zukunft mit G4e und R1e
Die elektrisch betriebene Studie G4e zeigte sich bereits 2007 auf der Tokio-Motor-Show und feiert jetzt ihre Europa-Premiere. Da die Batterien des Fahrzeugs unter dem Wagenboden untergebracht sind, bietet das Concept-Fahrzeug fünf Leuten Platz. Dank Lithium-Ionen-Batterien soll der G4e 200 Kilometer weit kommen. Ebenfalls im Gepäck: das Ausstellungsfahrzeug R1e. Dieses geistert schon seit langer Zeit über die Automessen dieser Welt. Meistens staubt es versteckt in einer dunklen Ecke vor sich hin und wird nur für kurze Show-Augenblicke angestrahlt. Vom auf dem R1 Minicar basierenden, elektrisch angetriebenen R1e laufen in Japan bereits 40 Versuchsfahrzeuge. 2009 sollen 100 Subaru R1e im Rahmen eines Feldversuchs auf die Straße gesetzt werden. Das Aufladen der Batterien dauert hier acht Stunden, mit einem speziellen Schnellladegerät sind laut Subaru innerhalb von 15 Minuten 80 Prozent des Ladestands erreicht.

Bildergalerie: Subarus Diesel in Genf