Europapremieren von GM: Beinahe alles schon in Detroit gezeigt

GM präsentiert auf dem 78. Automobilsalon in Genf vom 6. bis 16. März 2008 verschiedene Europapremieren und Mobilitätskonzepte.

100 elektrische Pferde
Mit dem GM HydroGen 4 stellen die Amerikaner die vierte Generation ihres Brennstoffzellen-Fahrzeugs vor. Gegenüber seinen Vorgängern soll der HydroGen4 alltagstauglicher und dynamischer sein. Der Brennstoffzellen-Stapel des HydroGen4 besteht aus 440 in Reihe geschalteten Zellen. Das Gesamtsystem erzielt so eine elektrische Leistung von 126 PS. Mithilfe des 100 Pferde starken Synchron-Elektromotors ist laut GM eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in rund zwölf Sekunden möglich. Der HydroGen4 besitzt ein Tanksystem mit drei 700-bar-Hochdrucktanks aus Kohlefaserverbundwerkstoff, das eine Gesamtmenge von 4,2 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen kann. Damit soll eine Reichweite von bis zu 320 Kilometern möglich sein.

Monocab-Studie
Bei Opel gibt es den Meriva Concept zu sehen. Mit dieser Monocab-Studie will Opel die neue Formensprache der Marke weiterentwickeln.

Schweden-SUV
Mit einem Konzeptfahrzeug präsentiert Saab eine Weltpremiere. Für die Marke soll dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verbreiterung des Produktangebots darstellen. Des Weiteren wird das Saab 9-4X BioPower Concept vorgestellt, das bereits in Detroit im Januar 2008 debüttierte. Nun feiert es seinen ersten Auftritt in Europa. Mit dieser Studie zeigen die Schweden das erste komplett selbst entworfene SUV. Äußerlich orientiert sich das Design des Konzeptautos an der sachlichen Optik der aktuellen Saab-Modelle. Der Vierzylinder 2,0-Liter-BioPower-Turbomotor ist für den Einsatz von Biokraftstoff ausgelegt und leistet 300 PS bei einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmeter.

Elektrisch geladener Geländewagen
Auch Cadillac präsentiert zwei Studien, die bereits auf der Messe in Detroit zu sehen waren. Das Concept Car Provoq ist ein SUV mit besonderem Antrieb. Das Fahrzeug verfügt über die fünfte Generation des GM-Brennstoffzellenantriebs in Kombination mit Lithium-Ionen-Batterien. Im Dach integrierte Solarpaneele sollen zur Stromversorgung der Innenbeleuchtung und der Audioanlage beitragen. Die Studie CTS Coupé stellt eine Weiterentwicklung der Limousine mit neuer Linienführung dar. Unter der Haube befindet sich ein 3,6-Liter-V6-Direkteinspritzer. Mit der Serienausführung des CTS-V verspricht Cadillac mehr Sportlichkeit. Vom Cadillac CTS abgeleitet, besitzt das Auto einen 550 PS starken V8-Motor, eine neue Automatik mit Schaltpaddeln am Lenkrad sowie ein Traktions-Management-System und Magnetic Ride Control fürs Fahrwerk.

Umweltfreundlicher Riese
Eine weitere europäische Premiere ist der Escalade Hybrid, die weltweit erste Kombination eines großen SUVs mit Hybridantrieb. Das 2-Mode-Hybridsystem soll den Spritverbrauch in der Stadt um 50 Prozent senken. Den umweltfreundlichen Riesen gibt es mit Zwei- und Allradantrieb. Kernelemente des Hybridsystems sind ein elektrisch variables Getriebe und eine 300-Volt-Nickel-Metall-Batterie. Beim Benzinmotor handelt es sich um einen 6,0-Liter-V8 mit Zylinderabschaltung.

1.500 Kilo leicht und 620 PS schnell
Ebenfalls bereits in Detroit präsentiert, zeigt sich die neue superschnelle Corvette ZR1 dem europäischen Publikum. Das Herz des neuen Sportwagens ist ein aufgeladener 6,2-Liter-V8-Motor mit 620 PS. Bei der Entwicklung wurde großen Wert auf Gewichtsreduzierung gelegt, es wurden Teile aus Kohlefaser bei den vorderen Kotflügeln, der Motorhaube und dem Dach verwendet. Das Coupé kommt so auf ein Gewicht von 1.500 Kilogramm.

Klimafreundliche Unvernunft
Auch der Hummer HX Concept hat seine Jungfräulichkeit schon in Detroit verloren und kommt nun erstmals nach Europa. Seine Karosserie kann durch herausnehmbare Dachstücke und ein demontierbares hinteres Dachteil minutenschnell in einen Pick-up oder in ein Cabrio verwandelt werden. Angetrieben wird die Studie von einem E85-FlexFuel 3,6-Liter-V6.

GM-Premieren in Genf