Präsentation des Concept Car sQuba auf dem Genfer Salon 2008

Irgendwo im Mittelmeer vor der Küste Sardiniens. Wir befinden uns im Jahr 1976. Roger Moore ist als Geheimagent James Bond, mit seiner Gespielin auf der Flucht vor den Häschern des Bösewichts Stromberg. Doch er benutzt nicht etwa ein U-Boot oder betätigt sich im Langstrecken-Schwimmen. Sein Fluchtfahrzeug trägt das Kennzeichen ,PPW 306R" und ist ein tauchfähiger Lotus Esprit. Zurück in die Gegenwart: Was vor über 30 Jahren noch aufwendig animiert werden musste, könnte bald Realität sein, wenn es nach dem 007-Fan Frank M. Rinderknecht, dem Chef des Schweizer Tuningunternehmens Rinspeed geht.

Vorstoß in bis zu zehn Meter Tiefe
Auf dem Genfer Automobilsalon, der vom 6. bis zum 16. März 2008 stattfindet, sollen Besucher des Rinspeed-Stands die fahrfertige Studie namens ,sQuba" besichtigen können. Das außergewöhnliche Concept-Car wird es in sich haben: Der sQuba soll völlig autonom auf der Straße fahren können, also ohne Hilfsmittel und sogar gänzlich ohne Insassen. Darüber hinaus kann er sich als amphibisches Fahrzeug fortbewegen und in Wassertiefen von bis zu zehn Meter hinabtauchen. Die Tradition des Lotus Esprit wird übrigens gewahrt: Optische Basis ist die 3,79 Meter lange Lotus Elise mit Heckantrieb.

Mit Null-Emissions-Antrieb in die Tiefe
Damit die Unterwasserwelt bei Tauchgängen keine bleibenden Schäden davonträgt, bezieht der sQuba seine Kraft von einem so genannten ,Null-Emissions-Antrieb". Dahinter verbirgt sich ein drehmomentstarker Elektromotor mit Lithium-Ionen-Batterien, der die beiden Hinterräder antreibt. Als Leistung des Aggregats gibt Rinspeed 37 Kilowatt und 160 Newtonmeter an. Auf dem Wasser geht es mittels zwei Heckpropellern voran, für den Vortrieb beim Tauchen sorgen zwei Jetantriebe im Bug. Eine Leichtbaukarosserie aus Karbonteilen umgibt strömungsgünstig die Insassen, die sich unter Wasser aus dem bordeigenen System mit insgesamt 33 Liter Atemluft versorgen können. Eines steht jetzt schon fest: Q wäre mächtig stolz auf Rinspeed.

Das Unterwasser-Auto