Der radikale Racer fährt mit 2,9 Kilogramm pro PS vor

Der österreichische Motorradhersteller KTM (Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen) hat sich unter die Autobauer gewagt. Auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2008) feiert die Serienversion des ersten Autos der Österreicher Premiere: der KTM X-Bow – der Profi nennt ihn ,Cross Bow".

Leicht geändertes Design
Bereits auf dem Genfer Autosalon 2007 stellte KTM den X-Bow vor. Allerdings handelte es sich um einen Prototypen. Dessen Design fand sich nur in einer auf 100 Stück limitierten Sonderauflage namens ,KTM X-Bow Dallara" wieder. Jetzt steht das Design des Serienmodells, wobei uns KTM bestätigte, dass die Modifikationen erst in Genf zu sehen sein werden.

Extremer Purismus
Der X-Bow ist die Umsetzung von extremem Purismus. Der Wagen wiegt gerade mal 700 Kilogramm, was nicht weit entfernt ist von den Seven-Cars der 500-Kilogramm-Klasse. Für Vortrieb sorgt ein Audi-2,0-Liter-TFSI mit 240 PS und einem Drehmoment von 310 Newtonmeter. Damit jagt der radikale Sportler in 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Eine noch stärkere Motorvariante mit 300 PS ist in Planung. Geschaltet wird im heckgetriebenen Wagen entweder über eine manuelle Sechsgang-Schaltung von VW oder über das Audi-Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic.

Kohlefaser und Anpressdruck
Das Kohlefaser-Chassis des X-Bow trägt die auf Abtrieb optimierten Karosserieteile. Bei 200 km/h erreicht der Österreicher einen mustergültigen Abtrieb von 200 Kilogramm. Laut Hersteller ist eine Querbeschleunigung von 1,23 g drin. Das heißt, der Wagen hält auch bei einer Beschleunigung quer zur Fahrtrichtung vom 1,23-fachen der Erdbeschleunigung die Spur. Komfort sucht man in dem türenlosen Fahrzeug vergebens. Anstelle eines Kofferraums gibt es nur eine kleine Ablagebox für die Fahrzeugpapiere und zwei Helme. Während der Fahrt ist der X-Bow offen, nur im geparkten Zustand kann eine kleine Schutzplane über den Wagen gezogen werden, die ebenfalls in der Ablagebox Platz findet.

Viel Agilität für viel Geld
Die laut Hersteller überragende Agilität des X-Bow lässt sich KTM gut bezahlen: Ab 54.500 Euro soll der Wagen in Deutschland kosten. Bereits in der ersten Hälfte 2008 soll die Serienproduktion im österreichischen Graz anlaufen, das Kohlefaser-Monocoque wird bei der süddeutschen Wethje-Gruppe gefertigt, die als Spezialist für Carbon-Composite-Bauteile gilt. 1.000 KTM X-Bow sollen pro Jahr vom Band rollen.

KTM X-Bow: Serienmodell