Das rollende "Hotel California" wurde bislang rund 80.000-mal gebaut

20 Jahre VW California. "So lange ist das schon her?", werden die begeisterten Camper von damals jetzt sagen. Als sich 1988 die Pforten des Caravan-Salons in Essen öffnen, steht erstmals ein werkseigenes Reisemobil auf dem VW-Stand. Der erste California kostete Ende der 80er-Jahre 39.900 D-Mark. Aus heutiger Sicht beinahe ein Schnäppchen: Inzwischen schlägt das California-Einstiegsmodell mit 30.874 Euro zu Buche.

22.000 Käufer für den T3 California
Schon damals an Bord: Eine Klappsitzbank für zwei Personen im Fond, die sich bei Bedarf zur Liegefläche umlegen lässt, eine Küchenzeile mit Kühlschrank, Gaskocher und Spüle sowie Stauraum auf der linken Seite. Das Ganze überbrückt von einem Aufstelldach mit zwei weiteren Schlafplätzen. Für den Ur-California auf Basis des VW T3 fanden sich zirka 22.000 Käufer.

Erstes Doppelbett mit Frontantrieb
1990 folgt dann der California auf Basis des neuen Transporters T4. Obwohl ein alter Bekannter, hat sich mit der zweiten Generation einiges geändert: Motor und Antrieb sind von nun an vorn. VW wirbt mit dem Slogan ,Das erste Doppelbett mit Frontantrieb". Großer Vorteil des Frontantriebs ist der dazugewonnene Stauraum im Heck des Fahrzeugs, weil der Motor nach vorne wandert. Kurz darauf betritt der California Coach die Bühne. Blech anstatt Glas hinten links und der Verzicht auf die Doppelverglasung sowie weitere Kleinigkeiten ermöglichen ab dem Serienstart 1993 einen Preis von rund 48.000 Mark. Zudem gibt es den California mit langem Radstand als ,Tour" und ,Club". Den Höhepunkt markiert 1994 der California Exclusive. Er bietet für 59.890 Mark das ,Rund-um-Sorglospaket".

T4 California wird bis 2003 gebaut
Das Facelifting und diverse technische Neuerungen der Pkw-Varianten des T4 greifen ab 1996 auch für den California. Wesentliche Highlights kommen 1998 hinzu. So kann für den Syncro der 102 PS starke TDI-Motor geordert werden. Als Topmotorisierung steht der 150-PS-TDI zur Verfügung. 2003 ist für die zweite Generation Schluss, rund 39.000 California auf Basis des T4 wurden gebaut.

Limitiertes Sondermodell vom T5
Die dritte California-Generation auf Basis des neuen Transporters T5 ist seit 2003 auf dem Markt. Der California behält den Grundriss seines Vorgängers und die Möbel bestehen ab sofort aus Aluminiumplatten mit Wellenkern. Das Aufstelldach öffnet elektrohydraulisch auf Knopfdruck. Das Hochbett des neuen California ist länger sowie breiter und ein Lattenrost soll fortan den Liegekomfort erhöhen. Drei Jahre nach seiner Erstvorstellung gibt es den T5 California auch mit festem Hochdach. Darüber hinaus präsentiert sich die Designstudie ,NoLimit" ganz in weiß. Nur 222 der durchnummerierten und umfangreich ausgestatteten Fahrzeuge gehen an die Kunden.

Die Spezialisierung nimmt zu
Noch im selben Jahr bekommt der California mit dem ,Beach" einen puristischen Bruder zur Seite gestellt. Rechts im Fond steht die zum Bett aufklappbare Zweiersitzbank. Links daneben befindet sich zur Verbreiterung des Bettes ein Staukasten. Für die Länge der Liegefläche sorgt eine gepolsterte Kofferraumabdeckung. In der Modellversion mit Normaldach gehören Seitentaschen und ein Gepäcknetz zur Serienausstattung, beim Aufstelldach entfallen diese. Zum Auftakt des Modelljahrs 2008 präsentiert VW ein preislich attraktives Sondermodell mit Fahrrad-Heckträger. Der ,Biker" zeichnet sich durch eine umfangreiche Serienausstattung und einen Preisvorteil von 3.890 Euro aus.

20 Jahre VW California