Die Italiener präsentieren den Fiorino Panorama, den 500 Aria und den Panda Aria

Fiat und die Nutzfahrzeugsparte Fiat Professional präsentieren sich gemeinsam auf dem Auto-Salon in Genf vom 6. bis 16. März 2008. Im Mittelpunkt des Messestandes stehen zwei Weltpremieren: Der Fiat Fiorino Panorama, die Pkw-Version des neuen italienischen City-Transporters, sowie der Fiat 500 Aria. Das Concept-Car soll die Vorreiterrolle von Fiat in Sachen Umweltschutz und nachhaltiger Mobilität einnehmen. Des Weiteren gibt es die Studie Panda Aria zu sehen.

Bullige Details
Der Fiorino Panorama verbindet laut Hersteller modernes Design, Wirtschaftlichkeit, Komfortniveau und große Transportkapazität mit kompakten Abmessungen. Bei der Optik baut Fiat Professional auf bullige Details. An der Front sorgen hoch angesetzte, in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger, eigenwillig geformte Scheinwerfer in Klarglasoptik und eine kurze Motorhaube für ein unverwechselbares Äußeres. Eine klar gegliederte Seitenlinie und ein quadratisches Heck mit großer Klappe und Spoiler bilden dazu den optischen Kontrast.

Bis zu 2.800 Liter Gepäckraum
Den Innenraum prägen Pkw-Attribute: Die asymmetrisch geteilte Rücksitzbank lässt sich beispielsweise einzeln oder komplett umklappen oder vollständig ausbauen. Auch der Beifahrersitz kann umgelegt oder ganz im Boden versenkt werden. Dementsprechend verändert sich das Volumen des Gepäckraums. Bei normaler Sitzposition beträgt es 330 beziehungsweise 660 Liter bis zur Decke. Je nach Sitzkonfiguration wächst es bis auf maximal 2.800 Liter an. Dann sollen selbst bis zu 2,5 Meter lange Gegenstände im Fiorino Panorama ihren Platz finden.

Ein Benziner und ein Diesel zu Auswahl
Zwei Aggregate stehen für den Pkw-Nutzfahrzeug-Zwitter zur Auswahl. Ein 1,4-Liter-Benziner mit 73 PS und einem Top-Speed von 155 km/h sowie ein 75 PS starker 1,3-Liter-Multijet-Diesel mit derselben Höchstgeschwindigkeit. Als Sicherheitseinrichtungen gibt es ABS sowie Front- und Seitenairbags und wer möchte, kann den kompakten Italiener mit Klimaanlage, Einparkhilfe und Lederlenkrad aufwerten.

Offroad-Version Adventure
Angeboten wird auch eine Adventure-Version, die mit größerer Bodenfreiheit, in die Stoßstange integrierten Unterbodenschutz und überdimensionierten Seitenschutzleisten den Einsatz im Freizeitbereich vergrößern soll.

Umweltfreundliche Knutschkugel
Das Concept-Car 500 Aria basiert auf dem Fiat 500 und ist laut Hersteller konsequent umweltfreundlich, sowohl beim Antrieb als auch durch den Einsatz von recycelten Materialien für das Interieur. Die Studie ist mit einem 1,3-Liter-Multijet-Diesel mit Partikelfilter ausgerüstet. Sie erfüllt die Abgasnorm Euro 5 und soll pro Kilometer nur 98 Gramm CO2 emittieren. Das Triebwerk ist mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe gekoppelt, das auf eine Reduzierung des Verbrauchs ausgelegt ist. Zusammen mit einer Stopp&Start-Vorrichtung wird dieser gemäß Fiat in der Stadt um zehn Prozent gesenkt.

Programm mit Spritspar-Tipps
Zusätzlich wurde die klimafreundliche Knutschkugel mit dem Programm Eco-Drive versehen. Es analysiert den Fahrstil und gibt Tipps für ein ,umweltverträglicheres" Fahrverhalten. Der kleine Italiener wurde dafür mit dem Telematiksystem Blue&Me von Mircosoft ausgestattet. Über dessen USB-Port wird der Fahrstil des Benutzers auf einen USB-Stick aufgezeichnet und auf einen PC übertragen. So hat der Fahrer die Möglichkeit, die Verbrauchs- und Emissionswerte jeder einzelnen Fahrt zu überprüfen und Ratschläge zu einem umweltorientierten Fahrverhalten einzuholen.

Wiederaufbereitete Materialien
Im Innenraum des 500 Aria kommen recycelte oder biologisch abbaubare Materialien zum Einsatz. Die Sitze sind mit speziell aufbereitetem Leder bezogen, der Fahrzeugboden ist aus Gummikörnern von gebrauchten Reifen hergestellt und Teile des Interieurs bestehen aus thermoplastischen Materialien und Naturfasern.

Concept-Car: Der Fiat Panda Aria
Eine weitere Studie steht mit dem Fiat Panda Aria auf dem Messestand der Italiener. Sie wird von einem Zweizylinder-Turbomotor mit Multiair-System sowie doppelter Kraftstoffversorgung mit Benzin und Erdgas angetrieben. Der Kleinwagen ist auch auf den Betrieb mit einem Kraftstoffgemisch aus 70 Prozent Erdgas und 30 Prozent Wasserstoff vorbereitet. Das Aggregat hat einen Hubraum von 900 Kubikzentimeter, leistet im Benzinbetrieb 80 PS und ist mit einem automatisierten Schaltgetriebe sowie einer Stopp&Start-Vorrichtung gekoppelt. Letztere senkt laut Fiat den Verbrauch in der Stadt um über zehn Prozent.

Rekord-CO2-Emission
Das Multiair-System des Zweizylinders ermöglicht die Kontrolle der Luftzufuhr ohne Hilfe der Drosselklappe. Kern der elektrohydraulischen Ventilsteuerung ist eine mit Öl gefüllte Hochdruckkammer zwischen Nocke und Einlassventil, die über ein elektronisch gesteuertes Ventil verändert werden kann. Dadurch soll sich der Ventilhub je nach Luftanforderung des Motors und abhängig von der Drehzahl variieren lassen. Das Ergebnis der vorzeitigen Schließung des Ventils ist gemäß Hersteller eine optimale Verbrennung und eine Verbesserung des Leistungs-, Drehmoment-, Verbrauchs- und Emissionsverhalten. Laut Fiat emittiert das Konzeptauto den Rekordwert von 69 Gramm CO2 pro Kilometer.

Komplett recycelbar
Auch bei der Panda-Studie wurden umweltverträgliche Materialien sowohl für das Interieur als auch das Exterieur verwendet. Die Bezugsstoffe wurden aus biologisch abbaubaren Materialien wie Leinen, Baumwolle und Kokos hergestellt. Die Außenpaneele bestehen aus halbdurchlässigem Ökoharz und außen wurden umweltschonende Lacke verwendet. Weitere Besonderheiten des kleinen Italieners sind das reduzierte Fahrzeuggewicht durch Motor-Downsizing, der Einsatz von Experimentalreifen mit geringem Rollwiderstand und die Fahrstil-Analyse Eco-Drive.

Bildergalerie: Italienische Premieren