Nobler Asiate mit rund 310 PS und intelligentem Allradantrieb

Irgendwo zwischen Coupé und klassischem SUV soll der EX37 nach der Lifestyle-bewussten Kundschaft fischen. Ein Auto für Individualisten, für Menschen, die sich nie für die Standardlösung entscheiden würden, das soll der große Allradler mit dem flach abfallenden Dach nach dem Willen seiner Erbauer bei Infiniti sein. Die stellen den neuen Soft-Offroader auf dem Genfer Auto-Salon vom 6. bis 16. März 2008 jetzt erstmals der europäischen Öffentlichkeit vor. Zur Erinnerung: Infiniti ist die Nobelmarke des Massenherstellers Nissan – eine Rollenverteilung, wie man sie bereits von Lexus und Toyota kennt. Der EX37 ist eines von vier Modellen, das die Japaner ab Verkaufsstart im Herbst 2008 in Europa anbieten werden.

Starker Boulevard-Cruiser
Was Konzept, Umsetzung und Zielgruppe angeht, dürfte der EX37 ziemlich genau auf einer Wellenlänge mit dem X6 liegen, dem kommenden SUV-Coupé von BMW. Statt des sonst üblichen, eher kastenförmigen Aufbaus mit einem kantigen Heckabschluss setzt nämlich auch der EX37 auf runde, fließende Formen. Die Heckpartie soll mit flacher C-Säule und schräg stehender Heckscheibe an die Leichtigkeit eines Coupés erinnern. Für standesgemäßen Vortrieb sorgt ein Alu-V6, der laut Infiniti aus 3,7 Liter Hubraum rund 310 PS und über 350 Newtonmeter schöpft. Dessen variabler Ventiltrieb soll im Zusammenspiel mit der optionalen Siebengang-Automatik für sportliche Fahrleistungen bei relativ geringem Verbrauch sorgen.


Big Brother im Fahrwerk
Genau wie die meisten seiner SUV- oder Crossover-Kollegen wird wohl auch der EX37 nur selten abseits befestigter Straßen unterwegs sein. Trotzdem haben ihm seine Erbauer einen vollwertigen Allradantrieb mit aktiver Drehmomentverteilung spendiert. Grundsätzlich soll sich der Infiniti wie ein fahraktiver Hecktriebler gebärden und anfühlen, denn so funktioniert sein Antrieb auch im Normalfall. Bei Bedarf allerdings schaufelt das System bis zu 50 Prozent der Antriebskraft auf die Vorderräder. Zusammen mit dem serienmäßigen ESP soll die intelligente und kontinuierlich regelnde Kraftverteilung gerade in schwierigem Wetter für allzeit vollen Grip und somit sichere Fahrt sorgen.

Fast wunschlos glücklich
Der Innenraum ist dem luxuriösen Anspruch entsprechend eingerichtet. Helle Polster und Teppiche sorgen für kühle Eleganz und lassen jeden Gedanken an Offroad-Ausflüge verfliegen. Infiniti baut Autos für verwöhnte US-Amerikaner und das zeigt sich auch in der Serienausstattung des EX37, die getönte Scheiben, CD-Wechsler, Bluetooth-Schnittstelle, 18-Zoll-Alufelgen, Regen- und Lichtsensor, Tempomat, Parksensoren rundum und einige Details mehr umfasst. Eine der wenigen erhältlichen Optionen stellt übrigens eine Weltpremiere dar: Der Japaner ist das erste Serienauto, das mit dem ,Around View Monitor"-System ausgestattet werden kann. Diese Weiterentwicklung der Rückfahrsysteme nutzt rundum montierte Kameras und jede Menge Computertechnik, um eine virtuelle 360-Grad-Ansicht zu erzeugen. Dank derer sieht der Fahrer das eigene Auto und die nähere Umgebung aus der Vogelperspektive und kann den großen Soft-Offroader leichter in enge Parklücken manövrieren.

Premiere: Infiniti EX37