Moderne Spritsorten verringern CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent

Toyota ist der Allianz für synthetische Kraftstoffe ASFE (Alliance for synthetic fuels in Europe) beigetreten. Damit möchte das Unternehmen die Verbreitung synthetischer Kraftstoffe in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vorantreiben. Der Einsatz des modernen Sprits anstelle konventioneller Treibstoffe soll die Luftqualität verbessern und die vom Verkehr verursachten Treibhausgas-Emissionen verringern. Daher können synthetische Kraftstoffe einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der EU-Klimaschutzziele leisten. Diese sehen vor, die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Stand von 1990 um 20 Prozent zu reduzieren.

Kraftstoff- und Automobilhersteller
Die Initiative ASFE wurde im Jahr 2006 in Brüssel ins Leben gerufen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die Kraftstoffhersteller Shell und Sasol Chevron sowie die Automobilhersteller Mercedes und Volkswagen. In der Zwischenzeit sind auch Renault und Bosch der Allianz beigetreten. Die ASFE ist derzeit die einzige offizielle Initiative, die den Einsatz von Biokraftstoffen der zweiten Generation in Europa vorantreibt.

CO2-Emissionen senken
Synthetische Kraftstoffe sind laut Hersteller Produkte mit hervorragenden Verbrennungseigenschaften und extrem geringen Anteilen von Schwefel und Aromen. Man unterscheidet auf Erdgas basierende GtL-Kraftstoffe (Gas to Liquids), BtL (Biomass to Liquids) auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen sowie CtL (Coal to Liquids) auf Kohlebasis. Durch die Verwendung von BtL-Kraftstoffen sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zu Kraftstoffen auf Mineralölbasis um bis zu 90 Prozent gesenkt werden. Bei GtL ist die CO2-Bilanz ausgeglichen, während sie bei CtL-Kraftstoffen im Vergleich zu herkömmlichem Treibstoff negativ ausfällt. Die Produktion und Verwendung von CtL wird von Toyota daher nicht unterstützt.

Nachhaltige Mobilität
GtL- und BtL-Kraftstoffe tragen hingegen dazu bei, die Abhängigkeit des Transportsektors vom Erdöl zu reduzieren und das Emissionsniveau des Verkehrs zu verringern. Aufgrund ihrer Produkteigenschaften werden beim Verbrennen der synthetischen Treibstoffe erheblich weniger Rußpartikel, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Für Toyota sind synthetische Kraftstoffe daher eine wichtige Option auf dem Weg in das Zeitalter einer nachhaltigen Mobilität.