Panikattacken können andere Verkehrsteilnehmer gefährden

Ob im Winter in die Skigebiete, oder im Sommer an den Gardasee, für Menschen mit Tunnelangst kann so eine Fahrt zu einer echten Zitterpartie werden. Die Angstzustände sind unterschiedlich ausgeprägt: Sie reichen von Beklemmungsgefühlen bis zu Panikattacken. Der TÜV Rheinland sagt Ihnen, wie Sie Ihrer Angst entgegenwirken.

Nicht unter Zeitdruck fahren
Am besten, Sie machen vor Fahrtbeginn einen kleinen Spaziergang, um Stress und Aggressionen abzubauen. Außerdem empfiehlt es sich, nicht unter Zeitdruck zu fahren und auf eine entspannte Sitzposition hinter dem Lenkrad zu achten. Wer zu viel Angst vor dunklen Röhren hat, sollte vor tunnelreichen Streckenabschnitten einen anderen ans Steuer lassen. Für alleinreisende Autofahrer gilt: Während einer Panikattacke möglichst nicht anhalten, sondern hinter dem Tunnel einen Parkplatz aufsuchen, das Fahrzeug verlassen und tief durchatmen, bis die Attacke nachlässt. Menschen mit ausgeprägter Tunnelangst sollten diese mit einer gezielten Therapie bekämpfen, so der TÜV Rheinland.

Bauliche Anpassungen
Auch den Tunnelbetreibern ist das Problem bewusst, daher umfassen Sanierungsmaßnahmen heute zumeist bauliche Anpassungen, die der Angst entgegenwirken. ,Oft stört die Autofahrer die Dunkelheit im Tunnel. Bei empfindlichen Menschen kann das zu Platzangst führen", erklärt Karin Müller, Verkehrs- und Betriebspsychologin beim TÜV Rheinland. Viel Licht und eine abwechslungsreiche Farbgestaltung steigern das Wohlbefinden. Auch eine gut sichtbare Beschilderung der SOS-Nischen und Fluchtwege erhöhen das Sicherheitsempfinden der Autofahrer.