Fahrzeug wird ein Jahr lang im öffentlichen Verkehr erprobt

Elektrisch ist die Auto-Zukunft, wenn es nach dem Willen von Toyota geht. Doch ein Manko ist zurzeit noch die unbefriedigende Reichweite der Batterien. Geändert werden soll das nun durch eine Plug-In-Variante des Toyota Prius.

Zusammenarbeit mit Energieversorger
Nachdem der Plug-In-Prius bereits im September 2007 in Frankreich getestet wurde, folgt nun ein Langzeitversuch auf der britischen Insel. Damals wie heute arbeitet Toyota mit dem Energieversorger Électricité de France, kurz EDF, zusammen. Der führende französische Stromanbieter zählt auch zu den größten Energieversorgern im Königreich und beliefert ein Viertel der Bevölkerung mit Strom und Gas.

Eine Frage der Infrastruktur
Ziel des Tests ist es, herauszufinden, welchen Einfluss die städtische Umwelt, das persönliche Fahrverhalten und die Erwartungen der Fahrer auf die weitere Fahrzeugentwicklung haben. Neben der klassischen Lademöglichkeit an einer normalen Steckdose hat EDF Energy 40 Ladestationen im Land eingerichtet. In den nächsten Monaten soll die Zahl noch vergrößert werden, um die rein elektrische Reichweite zu erhöhen. Die Ladezeit beträgt bei 220 Volt Netzspannung ein bis zwei Stunden.

Höhere Kraftstoffeffizienz
Erste Testergebnisse zeigen, dass die Verbräuche signifikant unter denen des normalen Prius liegen, so Toyota. Bei bis zu 25 Kilometer langen Strecken konsumiere der Plug-In-Hybrid 60 Prozent weniger Sprit. Durch die Verwendung von zwei Batterien anstatt einer im Standard-Prius erhöhe sich die rein elektrische Reichweite auf 13 Kilometer, die Elektro-Höchstgeschwindigkeit betrage 100 km/h.

Marktstart Ende 2009
Im größeren Maßstab wird die Plug-In-Version des Prius Ende 2009 auf den Markt kommen. Die Fahrzeuge basieren dann auf der Anfang 2009 erscheinenden neuen Prius-Generation und sollen mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet sein. Die Auslieferung erfolgt zunächst an Flottenkunden.

Kraft aus der Steckdose