Tempo drosseln, Abblendlicht einschalten und Abstand halten

Starker Nebel kann für Autofahrer richtig gefährlich werden. ,Durch überhöhtes Tempo und zu geringen Sicherheitsabstand kommt es häufig zu Unfällen", erklärt Hans-Ulrich Sander, Experte beim TÜV Rheinland. Das Statistische Bundesamt registrierte 2007 rund 370 Nebelunfälle. Dabei wurden über 500 Personen verletzt, neun kamen sogar ums Leben.

Immer ausreichend Abstand halten
Wichtig ist der regelmäßige Blick auf den Tacho, denn die eigene Geschwindigkeit wird bei Nebel meist falsch eingeschätzt, so der TÜV Rheinland. Liegt die Sicht unter 50 Meter, darf die Geschwindigkeit höchstens 50 km/h betragen – auch auf der Autobahn. ,Wird der Nebel noch dichter, heißt es: Tempo weiter drosseln und ausreichend Abstand halten", betont Sander. Denn laut Straßenverkehrsordnung darf man nur so schnell fahren, wie es die Sicht zulässt. Als Orientierung dienen die Leitpfosten am Straßenrand, die außerhalb geschlossener Ortschaften im Abstand von 50 Metern stehen. ,Auf keinen Fall sollten sich Autofahrer an den Rücklichtern des Vordermannes orientieren", warnt der Experte. ,Das verleitet Fahrer bei dichtem Nebel dazu, den Abstand gefährlich zu verkürzen und damit den erforderlichen Sicherheitsabstand zu unterschreiten."

Andere Fahrer nicht behindern
Um bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel oder starken Regen besser zu sehen, rät TÜV-Experte Sander auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten. Bei diesen Wetterkonditionen können Autofahrer auch die Nebelscheinwerfer aktivieren. Allerdings muss beachtet werden, dass die Nebelschlussleuchte erst bei einer Sichtweite unter 50 Meter und nur bei Nebel zugeschaltet werden. ,Bei Kolonnenfahrten in der City, im Stau oder auf nebelfreien Abschnitten muss man die grellen, roten Lichter wieder ausschalten, damit sie andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden", so der Fachmann vom TÜV Rheinland.