Studie mit innovativen Materialien feiert in Genf Weltpremiere

Der Buchstabe ,I" (englisch ,ei" ausgesprochen) ist in aller Munde. Spätestens seit dem iPod und dem iPhone von Apple, gilt der neunte Buchstabe des Alphabets als Kennzeichen fortschrittlicher Technik. Grund genug für Hyundai, seine Modellpalette künftig mit i-Bezeichnungen zu versehen. Als Technologieträger, der zukünftige Entwicklungen vorwegnehmen soll, dient eine sechssitzige Studie namens i-mode, die auf dem Genfer Salon vom 6. bis 16. März 2008 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Design aus Europa
Der sechssitzige i-mode im Van-Stil trägt den Beinamen HED-5 (Hyundai European Design), der auf die Herkunft der Studie hinweisen soll. Entstanden ist das futuristische Fahrzeug im europäischen Designstudio von Hyundai in Rüsselsheim. Der radikal gezeichnete i-mode ist konsequent auf die Integration modernster Kommunikationsinstrumente entwickelt, womit sich die Parallele zu iPod und iPhone ergibt. Zudem setzt der Zukunfts-Hyundai auf Gewichtsreduktion durch den Einsatz neu entwickelter Materialien. Im Gesamtkonzept soll eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen werden und der i-mode einen Rückzugsraum darstellen.

Mutiges Äußeres
Die rundliche Karosserie verbindet konvexe und konkave Linien miteinander. Die von der A-Säule bis zum Heck steil ansteigende Schulterlinie trennt den Grundkörper vom verglasten Aufbau. Die an den Türen recht hoch anliegende Schulterlinie soll den Passagieren in Verbindung mit den schmalen Seitenfenstern ein Gefühl der Geborgenheit bieten. Ein Blick von oben zeigt eine nach innen verlaufende Wölbung, welche sich mittig von der Motorhaube über das gläserne Dach zieht und in der dritten Bremsleuchte an der Heckscheibe endet.

Neue Materialien im Innenraum
Im Innenraum des i-mode finden sich einzeln stehende Sitzschalen und ein weit geschwungenes, fließend geformtes Armaturenbrett. Die Sitze sind cognacfarben gehalten, zudem sind sie in burgunderfarbene Sitzschalen gefasst. Für Harmonie an Bord sollen außerdem die blaue Beleuchtung der Tür-Paneele und Instrumente sorgen. In Zusammenarbeit mit der Bayer MaterialScience AG wurden neue Materialien entwickelt, die extrem geformt werden können, ohne dass die Karosseriesteifigkeit darunter leidet. Der i-mode ist das erste Fahrzeug weltweit, bei dem eine ,BayVision" genannte Verglasung sowie Scheinwerferscheiben aus Makrolon zum Einsatz kommen. Als Nebeneffekt ergibt sich durch den Wegfall von Metall und Glas eine deutliche Gewichtsreduzierung, die helfen soll, den Benzinverbrauch zu senken. Neu ist auch ein ,selbstheilender" Karosserieaufbau von Bayer, der Schrammen durch seine Struktur sofort wieder verschwinden lassen soll.

Die rollende Kommunikationszelle
Auch im Hinblick auf die Unterhaltung an Bord hat sich Hyundai einen industriellen Partner gesucht. Der Elektronikkonzern LG stattet den i-mode zur rollenden Kommunikationszelle aus. Im Innenraum sorgt ein kabelloses Netzwerk dafür, dass die Passagiere jederzeit mit ihrer Umwelt in Kontakt treten beziehungsweise bleiben können. Dank einer integrierten Webcam sind Telefonkonferenzen mit Geschäftspartnern mit Geschäftspartnern oder Freunden per Bildübertragung möglich. Für die Unterhaltung der Mitreisenden sorgen ein Internetanschluss, Videospiele und Monitore, um Filme zu betrachten.

Neuartiges Sitzkonzept
Vom deutschen Unternehmen Keiper stammt das so genannte ,Swivel Seat Concept", auf deutsch ,Schwenksitz-Konzept". Es feiert im Hyundai i-mode Weltpremiere. Die Sitze in der ersten Reihe können dabei gedreht werden, damit direkte Gespräche mit den Passagieren der zweiten und dritten Reihe möglich ist. Wird einer der insgesamt sechs Sitze gedreht, verwandelt sich dank einer ausgeklügelten Kinematik die Rückenlehne in eine komfortable Sitzoberfläche. Die integrierten Sicherheitsgurte und die verstellbaren Kopfstützen bieten höchsten Schutz im Falle einer Kollision und bleiben bei der Verwandlung in ihrer Position.

Common-Rail-Diesel mit Doppelturbo
Für den Antrieb sorgt im i-mode ein vollkommen neu entwickelter 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel mit Doppel-Turboaufladung. Er leistet 215 PS, das maximale Drehmoment beträgt 461 Newtonmeter. Das Aggregat ist an eine Sechsstufen-Automatik gekoppelt. Der ,R-Engine" genannte Motor wird 2009 mit einfachem Turbolader bei Hyundai in Serie gehen und Anfang 2011 sein Debüt als Doppelturbo geben.

Bildergalerie: Hyundai i-mode in Genf