Der neue Wagen soll die Luxusklasse toppen

Fahrzeuge von Maybach gehören zum teuersten und exklusivsten, was der Automarkt hervorbringt. Und nun kündigt der Hersteller dieser Limousinen ein Modell für all diejenigen an, denen die bisherigen Fahrzeuge zu karg und zu schwach waren. Der Maybach Zeppelin soll in der Tradition des gleichnamigen Vorkriegswagens stehen und auf dem Genfer Automobil-Salon (5. bis 15. März 2009) erstmals gezeigt werden.

100-mal vom Feinsten
Die meisten Kunden schielen im Moment zu Kleinwagen, aber ganz oben geht immer noch was. So kommt der Maybach Zeppelin nicht nur edler ausgestattet daher, sondern bringt auch noch 28 Zusatz-PS mit. Die auf 100 Exemplare limitierte Zeppelin-Edition basiert wahlweise auf dem Maybach 57 S oder dem 62 S. Die 6,0-Liter-V12-Motoren leisten jetzt 640 statt 612 PS, das maximale Drehmoment wird nach wie vor bei 1.000 Newtonmeter abgeregelt. Von außen zeigt sich das Spezialmodell in einer Zweifarblackierung aus Rocky-Mountains-Hellbraun und Taiga-Schwarz. Allerdings gilt bei Maybach: Alles kann, nichts muss. Wer also andere Farben will, bekommt sie. Der Wagen rollt auf neu designten 20-Zoll-Felgen, die durch ihre schwarz-silberne Farbgebung auffallen. Umgeformte Außenspiegel sollen zudem die Windgeräusche minimieren. Und da Understatement ohnehin nicht des Maybach-Fahrers Freund ist, prangt der Zeppelin-Schriftzug unter der Doppel-M-Kühlerfigur und auf der Kofferraum-Klappe.

Innen Leder und Glanz
Die Zeppelin-Kabine strotzt vor Leder in Kontrastfarben. Hinzu kommen Zierteile mit Klavierlack-Oberfläche. Die im Rautenmuster abgesteppten Sitze schmücken sich mit schwarzen Kedern und die Füße der Insassen ruhen auf echtem Lammfell. In Einstiegsleisten und Schlüsselanhänger wird der Zeppelin-Schriftzug graviert, die mitgelieferten Sektkelche und die auf Wunsch für den Maybach Zeppelin verfügbare Trennwand beweisen durch den Aufdruck "Maybach Zeppelin" ihre Sonderstellung.

Olfaktorische Maßnahmen
Besonders stolz ist man bei Maybach auf eine neue Parfüm-Zerstäuber-Anlage. Nervende Innenraum-Bedufter sind an sich nichts neues, aber beim Maybach Zeppelin soll alles ganz anders sein. Von Künstlern designte und mundgeblasene Flakons enthalten speziell kreierte Düfte, die auf Knopfdruck ins Wageninnere strömen. Natürlich kann der jeweilige Herr des Wagens auch seinen eignen Lieblingsgeruch von der ausgeklügelten Anlage verbreiten lassen – an dieser Stelle machen dann auch die in der arabischen Welt so beliebten fußhohen Chanel-Nr.5-Glaskanister wieder Sinn. Und wer die Trennwand zum Chauffeur hochfährt, bleibt der Chef der Duftanlage, denn diese wird fein justierbar vom Fond des Wagens aus gesteuert.

Uninteressant: Die Kosten
Für Otto-Normalverbraucher dauerhaft außer Reichweite, wird der Preis des Sonder-Maybachs die angesprochene Kundschaft nicht weiter interessieren. Der 57 Zeppelin schlägt mit 483.140 Euro zu Buche, beim Maybach 62 Zeppelin kommen 562.870 Euro zusammen. Die Duft-Anlage kostet extra: 4.700 Euro. Wer sich einen der Über-Luxus-Wagen sichern will, kann ab dem 3. März 2009 zuschlagen, ausgeliefert wird dann ab September.

Maybach Zeppelin