Dieselhybrid mit einer 60 kW starken Elektromaschine vorgestellt

Peugeot präsentiert beim Saisonfinale der Le-Mans-Rennserie im britischen Silverstone den 908 HY. Der Rennwagen verfügt über ein Hybridsystem, das sich aus einem Elektromotor und einem V12-Diesel zusammensetzt. Mit dem Fahrzeug gibt der französische Hersteller einen Ausblick auf die mögliche Zukunft seiner Le-Mans-Rennwagen.

Rekuperationsmöglichkeit
Das Auto kann einen Teil der kinetischen Fahrzeugenergie in Bremsphasen zurückgewinnen und speichern. Diese Energie kann der Fahrer je nach Bedarf abrufen, um auf reinen Elektrobetrieb umzustellen – zum Beispiel für langsame Fahrt in der Boxengasse – und damit den Verbrauch zu senken. Alternativ kann der Elektromotor den Verbrennungsmotor unterstützen, sodass kurzfristig eine höhere Leistung abrufbar ist.

60-Kilowatt-Elektromaschine
Zum System des Peugeot 908 HY gehören neben dem Dieselmotor drei Hauptkomponenten. Dazu zählt eine ins Getriebe integrierte Elektromaschine mit 60 kW (82 PS) Leistung. Sie fungiert als Anlasser, als Generator und als Elektromotor. Als Energiespeicher dienen insgesamt 600 Lithium-Ionen-Zellen, die in zehn Batteriepakete aufgeteilt sind – sechs im Innenraum anstelle der Originalbatterie und vier links im Bereich des Unterbodens. Schließlich gibt es eine Leistungselektronik zur Steuerung der Energieströme zwischen den Batterien und der Elektromaschine. Die Elektronik befindet sich im vorderen linken Kotflügel.

Erfahrung sammeln für die Serie
"Die Hybridversion des Peugeot 908 HDi FAP passt perfekt zu unserem Sportwagenprojekt", sagt Michel Barge, Direktor von Peugeot Sport. Außerdem will Peugeot mit dem Hybridfahrzeug Erfahrungen für eine Serienproduktion sammeln, so Barge. Sofern der für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans zuständige Automobile Club de l'Ouest (ACO) Hybridfahrzeuge ab 2009 zulässt, will Peugeot es in dem berühmten Langstreckenrennen einsetzen.

Hybrid-Renner