Die Serienversion des Elektrofahrzeugs soll Ende 2010 starten

Er gehört neben dem Tesla Roadster zu den Stars der Elektroauto-Szene: der Chevrolet Volt. Das umweltfreundliche Fahrzeug steht sinnbildlich für die Zukunft von General Motors, einem der größten Automobilhersteller der Welt. Passenderweise wurde das gute Stück nun im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Detroiter Autoriesen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Herausforderungen beim Design
Mit der Serienversion des Volt möchte GM zeigen, dass man neben großen SUVs und Pick-ups auch kompakte Fahrzeuge mit zukunftsträchtiger Technik bauen kann. Grundlage ist die im Jahr 2007 auf der Detroit Motor Show erstmals gezeigte Studie namens Volt. Im Zuge der Entwicklung sind jedoch diverse Probleme zu lösen. Hierzu zählt die Aerodynamik. Sie muss beim Volt besonders gut sein, um die Reichweite zu verbessern. Nach umfangreichen Tests besitzt die ,zivile" Version nun einen im Vergleich zur Studie um 30 Prozent reduzierten Luftwiderstand.

Die Batterien als Kernfrage
Das Hauptaugenmerk der Ingenieure liegt aber auf den gemeinsam mit der US-Firma A123Systems entwickelten Batterien. Im Volt kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, die im rein elektrischen Betrieb eine Reichweite von 40 Meilen, rund 64 Kilometer, erzielen sollen. Sind die Batterien entladen, werden sie durch einen Einliter-Turbobenziner bei konstanter Drehzahl wieder aufgeladen. Aber auch an der Steckdose kann der Volt aufgeladen werden: Die Ladezeit beträgt sechs Stunden. Nach Angaben des Volt-Chefentwicklers Frank Weber muss außerdem in einer zweijährigen Testphase herausgefunden werden, ob die Akkus mindestens zehn Jahre halten.

Reduzierung des Gewichts
Der gesamte Batteriekomplex ist 1,80 Meter lang und 170 Kilogramm schwer. Das T-förmige Modul wird unter dem Mitteltunnel und den Rücksitzen in die Karosseriestruktur integriert. Der Benzintank wird nach GM-Angaben ,relativ klein" ausfallen, um Gewicht zu sparen. Dennoch soll eine Reichweite von ungefähr 640 Kilometer möglich sein. Trotz der voluminösen Stromspeicher bietet der Volt Platz für vier Personen. Die Passagiere sind durch die Lage der Batterie aber gezwungen, recht weit außen zu sitzen. Daher wurde die Dachpartie in Hinblick auf eine gute Kopffreiheit gestaltet. Gleichzeitig hat man die Türverkleidungen abgespeckt und speziell ausgeformt. Eine 1,89 Meter große Person soll so komfortabel Platz finden können.

Marktstart Ende 2010
GM rechnet mit der US-Markteinführung des Volt gegen Ende des Jahres 2010. Ab Ende 2011 soll das Elektrofahrzeug auch als Opel beziehungsweise Vauxhall in Europa erhältlich sein. Der bisher propagierte Preis von 30.000 Dollar, umgerechnet rund 20.000 Euro, wird indes nicht mehr zu halten sein. GM-Vizepräsident Bob Lutz begründete dies mit gestiegenen Entwicklungs- und Materialkosten. Am Ende werde der Volt deutlich über 30.000 Dollar kosten.

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