Neuauflage erinnert an das Concept Car Verve und kommt im Herbst 2008

Mit dem dreitürigen Concept Car Verve gab Ford bei der IAA 2007 bereits erste Hinweise, wie die Neuauflage des Fiesta aussehen könnte. In der Tat weist die neueste Generation des Kleinwagen-Klassikers große Ähnlichkeit zur Studie auf. Der neue Fiesta feiert jetzt seine Weltpremiere als Drei- und Fünftürer auf dem Genfer Auto-Salon vom 6. bis 16. März 2008.

Fiesta erscheint im ,Kinetic Design"
Der neue Fiesta teilt sich die Plattform mit dem aktuellen Mazda 2 und erscheint künftig, wie alle neuen Ford-Modelle, im so genannten ,Kinetic Design". Typisch dafür sind die weit nach hinten gezogenen Frontscheinwerfer sowie ein weit aufgerissener, trapezförmiger Kühlergrill. Die kompakten Außenmaße wurden beibehalten, das Leergewicht konnte sogar reduziert werden. In der Seitenansicht des Dreitürers fallen die flache Frontscheibe, die relativ hohe und zum Heck hin ansteigende Fensterlinie sowie die sanft nach hinten abfallende Dachlinie auf. Relativ hoch platziert sind die Heckleuchten. Einen durchaus sportlichen Charakter verleihen die ausgestellten Radläufe sowie der Dachspoiler.

Fünf Motoren stehen zur Wahl
Für die Neuauflage des Klassikers, von dem seit 1976 über zwölf Millionen Exemplare gebaut wurden, stehen zum Anfang fünf verschiedene Motorisierungen zur Wahl. Neu im Angebot ist dabei der 1,6-Liter-Benziner mit variabler Nockenwellensteuerung, der 115 PS und damit 11 PS mehr besitzt als das Vorgänger-Aggregat. Den 1,3-Liter-Benziner gibt es mit 60 und mit 80 PS, der 1,4-Liter-Ottomotor leistet 90 PS. Hinzu kommt der leicht überarbeitete 1,6-Liter-Turbodiesel mit 90 PS und Dieselpartikelfilter. Folgen soll noch eine umweltfreundliche ECOnetic-Version mit einem CO2-Ausstoß von unter 100 Gramm pro Kilometer.

Neue elektronische Servolenkung
Außer mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe wird der Fiesta auch mit einer Viergang-Automatik erhältlich sein. Ihr Debüt feiert die neue elektronische Servolenkung E-PAS (Electric-Power Assist Steering). Sie soll die Lenkkräfte bei niedrigen Geschwindigkeiten reduzieren. Anders als hydraulische Servolenkungen, die bei laufendem Motor ständig Energie verbrauchen, nimmt die elektrisch betriebene Servopumpe die Arbeit nur bei Bedarf auf – das soll sich positiv auf den Verbrauch auswirken.

Hochwertige Ausstattungsmerkmale
Ford will für den Kleinwagen auch Ausstattungsfeatures anbieten, die bislang größeren Modellen vorbehalten waren. So verfügt der Fiesta über das intelligente Sicherheits-System IPS (Intelligent Protection System), das auch Knieairbags für den Fahrer umfasst. Das Bediensystem HMI (Human Machine Interface) mit zentralem Display im Armaturenträger ist von modernen Mobiltelefonen inspiriert und soll sich ähnlich wie ein Handy bedienen lassen. Optional erhältlich sein wird auch ein Startknopf, ebenso wie ein Key-Free-System für schlüsselloses Ent- und Verriegeln des Fahrzeugs. In der Mittelkonsole gibt es ein spezielles Ablagefach, in dem ein MP3-Player abgelegt und angeschlossen werden kann. Für Handys steht eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung zu Verfügung, die per Spracheingabe gesteuert werden kann.

Ab Herbst 2008 beim Händler
Beim neuen Fiesta wird erstmals der neue globale Produktentwicklungsprozess des Ford-Konzerns in die Tat umgesetzt. So soll der Kleinwagen bis 2010 auch in Asien und Amerika produziert und eingeführt werden. Auch der Vertrieb nach Australien und Afrika ist geplant. In Deutschland rollt der neue Fiesta voraussichtlich im Herbst 2008 zu den Händlern. Über die Preise ist noch nichts bekannt.

Neuer Ford Fiesta