Autobauer verspricht niedrige Emissionen und günstige Betriebskosten

Bis zu 30 Prozent sparsamer als ein vergleichbarer Diesel-Transporter soll er sein, der neue Sprinter mit CNG-Technologie. Gleichzeitig schone das Transporttalent auch die Umwelt, da die Euro-4-Abgasnorm erfüllt werde und da Erdgasmotoren grundsätzlich keinerlei Partikel ausstoßen. Zusätzlich emittiere der Sprinter 20 Prozent weniger CO2 als ein ähnlich starker Selbstzünder. Mit Biogas im Tank fahre der Kleinlaster gar annähernd CO2-neutral, so Mercedes.

Doppelt betankt
Wie viele andere CNG-Mobile setzt auch der Nutzwert-Schwabe auf ein bivalentes Antriebssystem. Sprich: Der Sprinter kann mit Erdgas oder Ottokraftstoff befeuert werden. Wer die Tanks für beide Spritsorten leer fährt, der soll laut Hersteller maximal 1.200 Kilometer weit kommen. Leistungsmäßig ändert das Umschalten von Benzin auf Gas nichts: In beiden Antriebsmodi leistet der 1,8-Liter-Kompressormotor 156 PS und erzeugt ein maximales Drehmoment von 240 Newtonmeter.

Gleicher Nutzwert
Auch die Ladekapazität des Sprinter soll unter der Umrüstung nicht leiden: Die maximal sechs Tanks, die etwa im 3,5-Tonner vorgesehen sind, werden unter dem Wagenboden montiert und sind so nicht im Weg. Je nach ihren speziellen Anforderungen können Mercedes-Kunden übrigens mehr oder weniger Gastanks bestellen. Weniger Vorratsbehälter bedeuteten zwar geringere Reichweite im Gasmodus, sorgen aber auch für ein geringeres Leergewicht und senken den Grundpreis. Stichwort Gewicht: Im Vergleich zu einem Sprinter mit Vierzylinder-Dieselmotor sollen die Erdgasmodelle zwischen 170 und 300 Kilogramm zusätzlich auf die Waage bringen. Mit der Markteinführung der grünen Laster will Mercedes im Mai 2008 beginnen. Preise sind noch nicht bekannt.

Mercedes Erdgas-Sprinter