Limousine und Kombi mit überarbeiteten Benzinern und neuem Diesel

Schon vor einigen Wochen hatte Honda ein paar Häppchen vom neuen Accord gezeigt. Nun zeigen die Japaner ihr neues Mittelklassemodell erstmals in voller Pracht. Auf dem Genfer Auto-Salon vom 6. bis zum 16. März 2008 feiert der Accord Premiere.

Fortführung des Honda Accord Tourer Concept
Die Limousine, aber noch mehr der Tourer genannte Kombi des Accord, lehnen sich an die Formensprache der auf der IAA im September 2007 gezeigten Studie Honda Accord Tourer Concept an. Deutlich wird dies unter anderem an den dominanten Radhäusern und den großen Rückleuchten. Vom bisherigen Accord bereits bekannt ist die ansteigende Schulterlinie und die Form der Scheinwerfer. Insgesamt wirkt der neue Accord aber nicht mehr so sachlich-streng wie sein Vorgänger, sondern sportlich-muskulös.

Neu entwickelter Dieselmotor
Weiterentwickelt wurden die Motoren des Accord, die nun allesamt die ab 2009 geltende Euro-5-Norm erfüllen. Völlig neu entwickelt wurde das Diesel-Aggregat mit 2,2 Liter Hubraum. Die zweite Selbstzünder-Generation arbeitet nach dem Common-Rail-Prinzip mit piezogesteuerter mehrstufiger Einspritzung. Serienmäßig mit an Bord ist ein Partikelfilter. Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Leistung um zehn auf 150 PS bei 4.000 U/min erhöht. Das maximale Drehmoment beträgt beim i-CTDi-Diesel nun 350 Newtonmeter bei 2.000 U/min.

Benziner mit mehr Leistung
Modifiziert wurden die Benziner mit zwei und 2,4 Liter Hubraum. Das Zweiliteraggregat leistet nun 156 PS, während der größere Motor jetzt 200 PS und 233 Newtonmeter bietet. Die alten Werte des Aggregats betrugen 190 PS und 223 Newtonmeter. Alle drei Motoren sind serienmäßig an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, für die Benziner besteht die Option einer Fünfgang-Automatik mit sequenziellem Schaltmodus. Die handgeschalteten Modelle weisen ein so genanntes ,Shift Indicator Light", kurz SIL, auf, welches ähnlich wie in den Bluemotion-Modellen von VW den Fahrer darauf hinweist, hoch- oder herunterzuschalten.

Innovative Technik im Verborgenen
Neu sind auch verschiedene technische Details. So besitzen alle Modelle eine geschwindigkeitsabhängige elektrische Servolenkung und das Fahrstabilitätsprogramm VSA. Ergänzend hierzu bietet Honda ein auf das Kürzel ,EPS" hörendes Extra an. Die Buchstabenfolge steht für ,Motion Adaptive Electric Power Steering" und soll automatisch Lenkeingriffe vornehmen, etwa bei Kurvenfahrten. Dadurch soll der Fahrer merken, in welche Richtung er zu lenken hat, um das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Die Japaner betonen, dass der Eingriff kaum wahrnehmbar ist und der Fahrer zu jeder Zeit die volle Lenkkontrolle behält.

Fahrassistenzsystem mit drei Funktionen
Für die Executive-Ausstattung des 2,4-Liter-Benziners und des Diesels ist als Extra das so genannte ,Advanced Driving Assist System" (ADAS) lieferbar. Es beinhaltet drei verschiedene Sicherheitstechnologien. Der Spurhalteassistent nutzt eine Kamera, um ein Verlassen der Fahrspur festzustellen, die ,Adaptive Cruise Control" hält mittels Radar den Sicherheitsabstand zum Vordermann ein. Als drittes System innerhalb des ADAS warnt das ,Collision Mitigation Brake System" vor einer drohenden Kollision und trifft Vorbereitungen, den Aufprall zu mildern, sofern dieser unvermeidbar wird.

Silber im Innenraum
Das Armaturenbrett orientiert sich am Honda Civic, ohne allerdings dessen radikales Design zu übernehmen. Ähnlich wie bei Mercedes-Modellen findet sich im Accord-Tachometer ein Multifunktionsdisplay. Über die Tasten des Dreispeichenlenkrads können die Informationen abgerufen werden, zugleich können hier Audiogeräte, Tempomat und Mobiltelefone gesteuert werden. Als besonderes Extra werden dem Fahrer die Entfernung oder die restlichen Tage bis zum nächsten Werkstattbesuch angezeigt.

Neuer Honda Accord