VW zeigt das Konzeptauto im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge 2008

Als Highlight auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vom 25. September bis 2. Oktober 2008 präsentiert Volkswagen das Showcar eines Pick-up der Eintonnen-Klasse als Weltpremiere.

Komplett neu entwickelt
Die Ausstattung des 5,18 Meter langen Showcars wurde speziell für Rettungsfahrzeuge konzipiert. Sie soll Schwimmer und Surfer vor dem Schlimmsten bewahren. Die Optik der Studie wird durch Details wie ausgestellte Radläufe, Überrollbügel auf den Seitenteilen der Ladefläche und die große Heckklappe geprägt. Besonders markant ist die horizontale Auslegung des Kühlergrills mit integriertem VW-Zeichen sowie die in die Linienführung des Grills mit einbezogenen Scheinwerfer. Sie sollen der 1,90 Meter breiten Frontpartie eine gefällige Optik geben.

Große Ladefläche
Auf den Spezialeinsatz in Küstenregionen zugeschnitten wurde auch die 1,55 Meter lange Ladefläche des Pick-up. Auf ihr kann unter anderem eine Euro-Palette auch quer geladen werden. Darüber hinaus sind Rettungswesten und Rettungsbojen, Lampen, spezielle Wurfleinen, Feuerlöscher, Decken sowie ein Werkzeugset in die Seitenwände der Ladefläche integriert. Ob die SAR-Ausstattung später einmal in die Serie einfließt, ist noch völlig offen. Unter der Motorhaube sollen kräftige Common-Rail-Turbodiesel der neuesten Generation zum Einsatz kommen.

Blaulicht mit LED-System
Außen fällt das flache Blaulicht-Dachmodul mit integriertem Suchscheinwerfer ins Auge. Die Apparatur kann vom Innenraum aus und per Fernsteuerung elektrisch in alle Richtung geschwenkt werden. Das Blaulicht verfügt über eine Blitzintervallfunktion und ist auch tagsüber mit einem charakteristischen LED-System ausgestattet. Eine ähnliche Blitzintervallfunktion wird bei Betätigung des Systems in den vorderen und hinteren Blinkern ebenfalls aktiv. Außerdem befindet sich eine Seilwinde im unteren Bereich des Stoßfängers.

Rettungsequipment im Innenraum
Das Showcar verfügt auch im Innenraum über Rettungs-Equipment. In der Mittelkonsole sind zwei tragbare CB-Funkgeräte samt Ladeschale integriert. Zwei weitere befinden sich im Fond der Doppelkabine. Neben den Vordersitzen befinden sich zudem leuchtstarke Taschenlampen. Ebenfalls in der Mittelkonsole zwischen den Vordersitzen und den hinteren Einzelsitzen sind zwei mobile Navigationssysteme untergebracht. Direkt dahinter warten ein Defibrillator, ein Fernglas sowie ein Koffermodul mit den wichtigsten Medikamenten für die Erstversorgung auf ihren Einsatz.

Salzwasserresistentes Interieur
Im Fahrzeughimmel des Fonds sind zwei Sicherheitshelme für Gewässer mit starker Strömung verankert. Davor, für Fahrer und Beifahrer mit einem Griff erreichbar, befindet sich im Dach zudem die Bedieneinheit für das Blaulicht und Signalhorn. Das salzwasserresistente Interieur wurde abwaschbar ausgelegt, so dass es nach einem Einsatz schnell gereinigt werden kann. Die Sitze sind mit Neopren bezogen und die Bezüge zudem mit Reißverschlüssen versehen, um sie jederzeit abnehmen und reinigen zu können. Darüber hinaus wurden in die Türen reflektierende Fasern eingearbeitet, die nachts das Ein- und Aussteigen absichern sollen. Dank großer Reflektionsflächen ist der Wagen auch bei Dunkelheit zu erkennen.

Produktion ab 2009
Der Pick-up soll neue Maßstäbe in seinem Segment setzen. Die Schwerpunktmärkte für die künftige Baureihe sind Südamerika, Südafrika und Australien. Dort sind Pick-ups als Freizeit- und Nutzfahrzeuge aufgrund ihrer Vielseitigkeit sehr beliebt. Die Produktion des Fahrzeugs wird ab Herbst 2009 im argentinischen Volkswagen Werk Pacheco anlaufen.

Bildergalerie: Pick-up-Showcar von VW