Dresdner Händler startet Hilfsinitiative für schwedischen Autobauer

Wie lange wird es noch Autos von Saab geben? Während die Experten und Politiker von Monaten, vielleicht gar nur Wochen ausgehen, formiert sich in Sachsen eine Gruppe Unerschrockener, um das Unmögliche wahr zu machen: die Rettung der schwedischen Marke.

Optimismus an der Elbe
Entstanden ist die kühne Rettungsidee beim örtlichen Saab-Händler in Dresden. Der Geschäftsführer Tobias Kaboth erläutert die Beweggründe: ,Die Meldungen vom Untergang der Traditionsmarke Saab verdichten sich. Aus diesem Grund rufen unsere Kunden Tag und Nacht an, um die aktuellsten News zu hören. Zugleich versichern sie uns, dass für sie kein anderes Fahrzeug in Frage kommt." So entstand der Plan, den schwedischen Autobauer zu kaufen.

Ein wahrer volkseigener Hersteller
Schnell gründete Kaboth gemeinsam mit anderen Saab-Enthusiasten den Verein ,Rescue Saab e.V." und hob eine Website (www.rescue-saab.com) aus der Taufe. Der englische Name ist Programm, denn man möchte Markenfans auf der ganzen Welt erreichen. So wurden unter anderem prominente Saab-Fahrer wie Stefan Raab, Bastian Pastewka, Jay Leno und auch Bill Gates angeschrieben. Mit der Einzahlung einer Aufnahmegebühr von 50 bis 500 Euro kann man zum Vereinsmitglied werden und wird dafür beim späteren Saab-Kauf Aktionär in Form von Optionsscheinen.

Keine Luftnummer
Die Initiative betont ausdrücklich, dass das eingezahlte Geld sicher angelegt ist. Hierfür sollen ein Rechtsanwalt und ein Unternehmensberater sorgen. Sollte die Idee scheitern und die gesammelte Summe für den Kauf von Saab nicht reichen, erhält jeder sein Geld zurück. Die Initiatoren gestehen selbst ein, dass ihr Vorgehen eigentlich irrwitzig ist und der Kauf eines Unternehmens wie Saab mehr benötige als einen Verein und eine Webseite. Getreu dem Obama-Motto ,Yes, we can!" geben sich die Dresdner dennoch optimistisch: "Mit Unterstützung der Prominenten schaffen wir es und Saab wird überleben", so Vereinsmitglied Michael Hesse. In diesem Sinne wünschen wir den Sachsen viel Glück bei ihrer ,Mission Impossible".

Bildergalerie: Retten Sachsen Saab?