Insgesamt sechs Premieren in der französischen Hauptstadt

Wo andere kleckern, klotzt Hyundai. Auf dem Pariser Autosalon vom 4. bis zum 19. Oktober 2008 zeigen die Koreaner nicht weniger als sechs Premieren. Das unbestrittene Highlight ist dabei die Vorstellung des neuen i20.

Getz-Nachfolger mit Europa-Design
Der i20 löst den Kleinwagen Getz ab. Das Design mit der typischen Chromspange im Kühlergrill orientiert sich an den Modellen i10 und i30. Entworfen wurde das Äußere des i20 im europäischen Hyundai Design-Center in Rüsselsheim. Nach Aussagen von Europa-Präsident Kun Hee Ahn steht der i20 auf einer komplett neuen Plattform. Der Fünftürer soll einen deutlich größeren Radstand als der Getz (2,45 Meter) aufweisen. Daher dürften auch die Abmessungen steigen: Wie auch die neuen Konkurrenten Opel Corsa und Ford Fiesta dürfte der i20 an der Vier-Meter-Marke kratzen.

Insgesamt vier Motoren zur Auswahl
Unter der Haube stehen langfristig vier Motoren zur Auswahl. Zum Marktstart im Frühjahr 2009 gibt es auf der Benzinerseite ein neues Aggregat mit 1,2 Liter Hubraum und 75 PS sowie zwei Triebwerke mit 100 PS und 121 PS. Außerdem wird ein 1,6-Liter-Common-Rail-Diesel mit 125 PS und serienmäßigem Partikelfilter das Angebot ergänzen. Für Oktober 2009 ist ein kleiner Diesel mit 1,4 Liter Hubraum geplant. Alle Motoren sind an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Zur Serienausstattung aller i20 gehören sechs Airbags, ESP und aktive Kopfstützen.

Die i-blue-Modelle
Auch Hyundai setzt zukünftig auf besondere Spritsparmodelle. In Paris wird der i20 i-blue gezeigt, der mit entsprechenden Varianten von i10 und i30 im Jahr 2009 in Serie gehen soll. Die Modifikationen des i20 i-blue umfassen unter anderem einen glattflächigen Unterboden, einen optimierten Kühllufteinlass, eine Tieferlegung um 15 Millimeter, Spritsparreifen und weitere Verbesserungen an der Aerodynamik. Der 1,4-Liter große Common-Rail-Diesel ist an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. So soll ein Durchschnittsverbrauch von vier Liter auf 100 Kilometer und ein CO2-Ausstoss von 99 Gramm pro Kilometer erreicht werden.

Santa Fe-Studie mit Hybridantrieb
Wie man auf andere Art und Weise Kraftstoff einsparen kann, zeigt die Studie eines Santa Fe mit Hybridantrieb. Das SUV wird von einem parallelen Hybridsystem angetrieben, das aus einem 2,4-Liter-Benziner mit Sechsgang-Automatik und einem 30 Kilowatt starken Elektromotor besteht, der von einem Lithium-Ionen-Akku gespeist wird. So ausgerüstet soll das Konzeptfahrzeug nur 6,2 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen.

Genesis, Genesis Coupé und iX55
Als Veracruz ist ein größeres SUV in den USA schon länger auf dem Markt, nun kommt es als iX55 auch nach Europa. Im Unterschied zum US-Modell weist der iX55 einen neuen Kühlergrill, modifizierte Klarglasleuchten sowie eine neue Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung auf. Motorenseitig fährt der 4,84 Meter lange Siebensitzer mit einem Dreiliter-Diesel, der eine Leistung von 240 PS abgibt. Ebenfalls aus den USA bekannt ist die Luxuslimousine Genesis. Die 4,98 Meter lange Nobelkarosse mit Sechs- und Achtzylindermotoren wird auf dem Pariser Autosalon gezeigt, um die Reaktionen des Publikums zu testen. Sollte der Genesis gut ankommen, könnte er seinen Weg nach Europa finden. Der Hingucker auf dem Hyundai-Stand wird sicherlich die Studie des Genesis Coupé sein. Von der Serienausführung unterscheidet sich der 4,67 Meter lange Zweitürer sowohl durch die knallige Orange-Lackierung als auch durch schwarze Karbonoberflächen auf der Motorhaube und dem Dach.

Flotter Zwanziger