Soul und Cee'd mit Hybridantrieb, Sportage FCEV mit Brennstoffzelle

Es ist eine Investition für die Zukunft: Insgesamt betreibt Kia weltweit fünf Forschungs- und Entwicklungszentren mit mehr als 10.000 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von rund drei Milliarden Euro. Die neuesten Ergebnisse der Entwickler können zwischen dem 4. und dem 19. Oktober 2008 auf dem Pariser Autosalon bewundert werden. Gezeigt werden Hybridversionen der Modelle Soul und Cee'd sowie ein Brennstoffzellenfahrzeug auf Basis des Sportage.

Kia Soul Hybrid
Neben dem brandneuen Serienmodell des Soul wird in Paris in der so genannten ,Green Zone" auch eine Hybridvariante des kleinen Crossover ausgestellt. Damit sich die Besucher ein besseres Bild von der Technik machen können, bestehen Heckklappe und Motorhaube aus durchsichtigem Acrylglas. Unter den Scheiben befinden sich ein Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und 126 PS sowie ein Wechselstrom-Synchronmotor mit 15 Kilowatt Leistung und einem Drehmoment von 105 Newtonmeter. Außerdem kommen ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe und das hauseigene Start-Stopp-System ISG zum Einsatz. Die Bremsenergie wird zudem genutzt, um die Batterie wieder aufzuladen. Der Soul-Prototyp soll 4,9 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer verbrauchen und 117 Gramm CO2 je Kilometer emittieren.

Hybridantrieb auch für den C'eed
Bereits über den Ausstellungsstatus hinaus gekommen ist der Kia Cee'd Hybrid. Er wurde entwickelt, um damit an Praxistests in Europa teilzunehmen. Im Cee'd Hybrid kommt die gleiche Technik wie im Soul Hybrid zum Einsatz, allerdings liegt hier der Verbrauch bei 4,8 Liter und der CO2-Ausstoß bei 114 Gramm. Für den kombinierten Benzin-Elektro-Betrieb nennt Kia eine Leistung von 140 PS und ein maximales Drehmoment von 227 Newtonmeter. Die Beschleunigung auf 100 km/h soll in 11,8 Sekunden erfolgen, die Spitze liegt bei 185 km/h.

Sportage mit Brennstoffzelle
Auch andere Umwelttechnologien werden von Kia erprobt. Eine davon steckt im Sportage FCEV (,Fuel Cell Electric Vehicle"), einem Kompakt-SUV mit Brennstoffzelle. An sich ist er bereits ein alter Bekannter, die erste Generation wurde 2004 auf dem Pariser Salon gezeigt. Doch in der zweiten Auflage sind zahlreiche technische Neuentwicklungen an Bord. Zu diesen zählt eine stärkere Brennstoffzelle mit 100 Kilowatt Leistung und eine neue Lithium-Polymer-Batterie mit 152 Volt. Die Brennstoffzelle soll zudem bis zu Temperaturen von minus 20 Grad effizient arbeiten können und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h. Ein 152 Liter fassender Wasserstofftank ist unten im Fahrzeug vor den Hinterrädern angebracht. Er ermöglicht eine Reichweite von 300 Kilometern.

Die nähere Zukunft
Wohin führt der Weg von Kia in Sachen Hybridantrieb und Brennstoffzelle? Schon jetzt läuft ein Testflotten-Projekt in Korea und den USA. Das Ziel von Kia ist es, bis zum Jahr 2010 ein wirtschaftlich rentables Null-Emissionen-Auto auf Basis der Brennstoffzellen-Technologie zu entwickeln. Auch der Hybridantrieb soll in absehbarer Zeit bis zur Serienreife entwickelt werden.

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