Die Kleinserienproduktion der B-Klasse F-Cell beginnt Anfang 2010

Die Mercedes B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb hat ihre erste Wintererprobung in Nordschweden absolviert. Bei zweistelligen Minusgraden wurde der emissionsfreie Antrieb in verschiedenen Testprogrammen auf die Probe gestellt.

Reale winterliche Bedingungen
Ein Elektromotor besitzt ein anderes Betriebs- und Regelungsverhalten als konventionelle Verbrennungsmotoren. Aus diesem Grund lag der Schwerpunkt der Wintererprobung auf fahrdynamischen Untersuchungen. Dazu gehörte beispielsweise die Anpassung des elektronischen Stabilitäts-Programms an die speziellen Anforderungen in einem Brennstoffzellenfahrzeug. Die Startfähigkeit der Brennstoffzelle bis minus 25 Grad Celsius konnte laut Mercedes technisch bereits gelöst werden.

Erste Kleinserie ab 2010
Im Sommer 2010 will Mercedes das erste Serienautomobil mit lokal emissionsfreiem Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen. Die Kleinserienproduktion der B-Klasse F-Cell beginnt Anfang 2010. Als Antrieb für das Fahrzeug dient eine neue Generation des Brennstoffzellenantriebs, der kompakter, leistungsfähiger und voll alltagstauglich sein soll.

30 Prozent mehr Leistung
Die technische Basis bildet das verbesserte Brennstoffzellen-System, das die Schwaben 2005 im Forschungsfahrzeug F 600 Hygenius vorgestellt haben. Das neue Brennstoffzellenmodul wurde um 40 Prozent verkleinert, trotzdem soll es 30 Prozent mehr Leistung entwickeln. Das System zeichnet sich laut Mercedes durch eine gute Kaltstartfähigkeit aus. Dafür sorgen Neuerungen wie der elektrische Turbolader für die Luftversorgung sowie das neue Be- und Entfeuchtungssystem.

2,9 Liter Sprit auf 100 Kilometer
Der Elektromotor entwickelt eine Leistung von 136 PS und ein maximales Drehmoment von 320 Newtonmeter. Der Kraftstoffverbrauch des emissionsfreien Brennstoffzellen-Antriebs liegt bei 2,9 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer, so die Stuttgarter.

Mercedes B-Klasse F-Cell