Aggregate kommen in Volt und Cruze zum Einsatz

Wirklich gut geht es General Motors zurzeit nicht gerade. Erst vor ein paar Tagen hat die US-Regierung einen Milliardenkredit für den Automobil-Riesen verabschiedet. Wohin die Zukunft geht, zeigt GM mit der Ankündigung, neue kleine Vierzylinder-Motoren zu fertigen.

Produktion von zwei Motoren
Das Unternehmen investiert 370 Millionen US-Dollar, um eine neue Fabrik in Flint (Michigan) zu errichten. Dort sollen zukünftig die Vierzylinder sowohl mit als auch ohne Turboaufladung hergestellt werden. In dem neuen GM-Werk sollen ab 2010 zwei verschiedene Aggregate hergestellt werden: ein 1,4-Liter-Turbobenziner, der im Chevrolet Cruze ab Mitte 2010 zum Einsatz kommt und ein klassischer 1,4-Liter-Ottomotor für den Chevrolet Volt.

Verschiedene Zielsetzungen
Während das Volt-Aggregat zur Verlängerung der rein elektrischen Reichweite von rund 64 Kilometer dient, soll der Cruze durch den neuen Motor besonders sparsam werden. Die voraussichtliche Leistung des kleinen Turbos soll 140 PS betragen, das Drehmoment wird mit 200 Newtonmeter angegeben. Ab 2011 ist der Einsatz in zwei weiteren US-Modellen von GM geplant.

Kleinere Aggregate für die USA
Langfristig plant GM, eine Motorenfamilie mit Hubräumen zwischen einem und 1,4 Liter zu produzieren. Obwohl das Unternehmen einen globalen Vertrieb anstrebt, liegt das Hauptaugenmerk auf den USA. Prognosen zufolge wird ein Drittel der GM-Aggregate, die im Jahr 2011 verkauft werden, Vierzylinder sein. Der Turbo-Anteil soll dann bei 21 Prozent liegen. Insgesamt will GM die weltweite Produktion von kleinen Vierzylindern bis 1,4 Liter Hubraum bis 2011 verdoppeln. Für mindestens die Hälfte des Anstiegs sollen die immer verbrauchsbewussteren US-Kunden sorgen.

GM setzt auf Downsizing