Kompaktvan-Studie feiert Premiere auf dem Genfer Auto-Salon 2009

Wie testet man am besten die Kundenreaktion auf zukünftige Modelle? Richtig, in dem man Teile des Designs in Form von Studien präsentiert. Genau nach diesem Muster verfährt Ford seit dem Jahr 2005. Damals wurde die erste Iosis-Studie auf der IAA in Frankfurt gezeigt, bis zum Jahr 2007 wurde daraus der neue Mondeo. Nun bringt die Marke mit der Pflaume auf dem Genfer Auto-Salon (5. bis 15. März 2009) den Iosis MAX an den Start.

Vorgriff auf künftigen Kompaktvan
Das Kürzel ,MAX" weist bereits darauf hin, dass es sich bei der Studie um einen Ausblick auf die nächste Generation eines kompakten Vans handelt. Oder, um es konkret auszudrücken: Ford zeigt den nächsten C-Max. Das Unternehmen selbst hat dafür übrigens eine ganz neue Wortschöpfung gefunden: Multi-Activity-Vehicle, kurz MAV. Laut Martin Smith, seines Zeichens Design-Direktor bei Ford Europa, soll der Iosis MAX zeigen, welche Wege man bei der Gestaltung einer künftigen Modellfamilie in der Kompaktklasse einschlagen könnte.

Schwungvolle Linienführung
Die neue Studie soll sich nach dem Willen der Designer von der kastenförmigen Gestaltung anderer Fahrzeuge innerhalb des Segments abheben. So kommt unter anderem viel Glas zum Einsatz. Die flach geneigte Frontscheibe reicht tief in das Dach hinein und endet erst kurz vor der Heckklappe. Dabei wird als gewollter Effekt die Grundstruktur der Dachpartie teilweise freigelegt. Unterstrichen wird der eigenen Angaben zufolge ,sportliche Stil" des Iosis MAX durch die coupéhaft geformte Seitenansicht mit C-Säulen im so genannten ,Schwibbogen"-Design. Letztere sollen unerwünschte Verwirbelungen reduzieren. Weitere Details sind LED-Leuchten in den Seitenschwellern und 19-Zoll-Aluräder.

Leichtigkeit im Innenraum
Futuristisch ist der Innenraum: Das sich bis in die Seiten erstreckende Armaturenbrett scheint praktisch frei im Raum zu schweben. Gehalten wird es nur von spiralförmigen Haltegriffen, die in die Türverkleidungen übergehen. Die Mittelkonsole entspringt dem Armaturenbrett wie ein ausgerolltes Band und erstreckt sich bis zu den Rücksitzen. Die Plexiglas-Oberfläche dient dabei als Touchscreen-Display zur Steuerung des Infotainment-Systems. Verzichtet wurde auf eine B-Säule, die hinteren Schiebetüren sind an der C-Säule befestigt. Dadurch entsteht ein barrierefreier Zugang zum Innenraum. Um den Kofferraum einfacher beladen zu können, hat Ford die Heckklappe des Iosis MAX zweigeteilt ausgeführt.

Neuer Antrieb an Bord
Unter der Haube der Studie arbeitet ein 1,6 Liter großer Benziner mit 180 PS aus der EcoBoost-Motorenfamilie von Ford. Das Aggregat mit Direkteinspritzung und Turboaufladung wird schon Anfang 2010 in die europäische Modellpalette Einzug halten. In Kombination mit einem Start-Stopp-System und Doppelkupplungsgetriebe soll der CO2-Ausstoß beim Iosis MAX auf 125 Gramm pro Kilometer reduziert werden.

Wann kommt die Serienversion?
John Fleming, Vorsitzender der Europa-Sparte von Ford, betont zwar, dass der Iosis MAX ,kein spezielles neues Serienmodell" von Ford vorwegnehmen würde. Andererseits kündigt Fleming für die kommenden 18 Monate einige neue und preiswerte Modelle an. Man darf daher gespannt sein, womit uns Ford im nächsten Jahr in Genf überrascht.

Ford Iosis MAX in Genf