Mehr Leistung, strafferes Fahrwerk und einige optische Modifikationen im Detail

Der Rekordhalter bei schnellen offenen Fahrzeugen ist der Mercedes SLR McLaren Roadster. Mit 626 PS und weit über 300 km/h Höchstgeschwindigkeit bietet das Auto Erstaunliches. Mit der Variante 722 S setzt Mercedes jetzt noch eins drauf.

Mehr PS für mehr Tempo
Der SLR McLaren Roadster 722 S besitzt den gleichen Motor wie der SLR McLaren 722 Edition. Wie beim Coupé liefert der 5,5-Liter-V8-Kompressormotor auch hier 650 PS, also 24 PS mehr als beim Standardmodell. Parallel steigt das Drehmoment von 780 auf 820 Newtonmeter. Der Motor wird mit einer Fünfgang-Automatik kombiniert, die es ermöglicht, zwischen verschiedenen Schaltcharakteristiken zu wählen. Damit schafft der Roadster den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h um ein Zehntel schneller als der normale Roadster, nämlich in 3,7 Sekunden. Tempo 200 ist nach 10,6 Sekunden erreicht und die Höchstgeschwindigkeit steigt gegenüber dem Standardroadster um drei auf 335 km/h.

Strafferes Fahrwerk
Die Federraten und Stoßdämpferkennungen des 722 S sind straffer abgestimmt als beim normalen Roadster. Außerdem liegt der 722 S einen Zentimeter tiefer. Die 19-Zoll-Räder in Aluminium-Schmiede-Ausführung geben den Blick auf die rot lackierten Sättel der Karbon-Keramikbremsscheiben frei. Wie der normale Roadster besitzt der 722 S ein versenkbares Stoffverdeck, das durch eine spezielle Webstruktur das Maximaltempo von 335 km/h aushält. Unterhaltungen sollen bei Open-Air-Fahrten noch bei über 200 km/h möglich sein, verspricht Mercedes. Zum Öffnen muss das Verdeck im Frontscheibenrahmen entriegelt und kurz angehoben werden. Danach faltet es sich elektrisch in rund zehn Sekunden. Eine Aluminiumkappe im vorderen Teil des Dachs soll das Aufblähen ("Ballooning") des Verdecks bei hohen Geschwindigkeiten verhindern.

Leder-Schalensitze und Karbon
Der Roadster 722 S wird grau lackiert. Zur Kohlefaser-Technik passen schwarz vergitterte Luftauslässe auf der Motorhaube sowie die grau eingefassten Front- und Heckleuchten. Im Innenraum gibt es Leder-Alcantara-Schalensitze mit roten Nähten, eine 722-S-Prägung auf den Kopfstützen sowie rote Sicherheitsgurte. Schalt- und Handbremshebel sind Wildleder bezogen, außerdem finden sich Karbonelemente. Zur Serienausstattung zählen eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Soundsystem von Bose, ein Multifunktions-Sportlenkrad mit Schaltpaddles sowie ein Radio-Navigationssystem mit CD-Spieler. Die auf 150 Einheiten limitierte Kleinserie wird in der englischen Formel-1-Schmiede McLaren in Woking weitgehend in Handarbeit hergestellt und ist ab Januar 2009 lieferbar. Der Preis liegt bei 517.650 Euro und ist damit 23.800 Euro höher als beim normalen Roadster.

Bildergalerie: Limitierter Roadster