BMW X1-Studie wird Anfang Oktober 2008 in Paris enthüllt

Sport Utility Vehicles – oder kurz SUVs – liegen im Trend: Sie sehen schick aus, bieten viel Platz, verfügen meist über einen Allradantrieb und vermitteln dem Fahrer dank einer hohen Sitzposition sogar ein Gefühl der Sicherheit. In den letzten Jahren sprossen die neuen Modelle wie die Pilze aus dem Boden. Und es geht zügig weiter: In absehbarer Zeit runden die Premium-Hersteller ihre SUV-Paletten nach unten ab.

X1: Studie als Vorgeschmack
Einen ersten Ausblick auf das neue Einstiegs-SUV namens X1 wird BMW Anfang Oktober 2008 geben, wie uns ein BMW-Sprecher bestätigte. Dann wird auf dem Pariser Automobilsalon das Tuch von einer Studie gezogen, die bereits zu größten Teilen das Design des Serien-X1 aufweisen soll. Die offiziellen Bilder der Studie zeigen wir Ihnen ab dem 1.Oktober 2008. Der endgültige X1 wird nach Auskunft des Herstellers auf der IAA 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt. Gebaut wird das kleine SUV im Werk Leipzig.

Mit X-Drive-Allradsystem
Die Technik des X1 stammt weitestgehend von der 1er- und 3er-Reihe. Dazu gehört das bekannte X-Drive-Allradsystem. Um eine leichtere und damit sparsamere Variante anbieten zu können, soll auch ein reiner Heckantrieb in Vorbereitung sein. Vorangebracht wird der kleine X-BMW von Vier- und Sechszylindermotoren. Als Einstiegsaggregat wird der 143 PS starke 1,8-Liter-Diesel erwartet, im Topmodell könnte der 272 PS starke Dreiliter-Otto mit sechs Zylindern eingesetzt werden. Auch eine Hybridvariante, die möglicherweise nur von den Vorderrädern in Bewegung gesetzt wird, ist denkbar. Um den Verbrauch weiter zu drücken, wird auch der kurze Münchner in die Weiterentwicklungen der Maßnahmen von Efficient Dynamics einbezogen. Dadurch kommt unter anderem das bekannte Start-Stopp-System zum Einsatz, vielleicht bereits in Kombination mit einem Automatikgetriebe.

Unter 30.000 Euro
In der günstigsten Version könnte der X1 weniger als 30.000 Euro kosten. Damit ist er deutlich billiger als sein großer Bruder X3. Während dieser mit Audi Q5 und Mercedes GLK in einer Liga spielt, findet der X1 seine Konkurrenten in der Tiguan-Klasse. Die eigentlichen Wettbewerber im Premium-Segment kommen aber später als der knackige Bayer: Mercedes plant auf Basis des gemeinsamen A- und B-Klasse-Nachfolgers ein SUV unterhalb des GLK. Es wird vermutlich BLK heißen. Die Antwort aus Ingolstadt erscheint etwas früher: Audi schickt Anfang 2010 den Q3 ins Rennen. Er übernimmt die Bodengruppe des VW Tiguan, erhält aber eine sportlichere Fahrwerksabstimmung und eine bessere Ausstattung. Die Maße sind mit dem Tiguan nahezu identisch, der Q3 ist aber etwas flacher und der hintere Überhang ist ein paar Zentimeter länger. Wie der Audi aussehen wird, zeigt auch eine Studie namens Cross Coupé, die der Hersteller im April 2007 auf der Messe Auto Shanghai präsentiert hatte.

280 PS im Topmodell
Vom Q3 ist auch ein Dreitürer angedacht, der wie der Fünftürer in Wolfsburg vom Band laufen könnte. Basismotor des kompakten SUVs wird vermutlich der 170 PS starke 1.8 TFSI. Der aus dem Q7 bekannte 3.6 FSI soll mit 280 PS im Topmodell kommen. Über den Preis darf man derzeit nur spekulieren: Der Audi wird wohl billiger sein als der X1 und der BLK.

Es geht noch kleiner
Doch Audi und BMW wollen selbst unterhalb von X1 und Q3 weitere SUV positionieren. In Ingolstadt wird ein Q1 vorbereitet, der gemeinsam mit dem geplanten VW Polo SUV und dem Skoda Yeti entwickelt wird. Die Münchner lassen sich mehr in die Karten blicken: Ein SAV (Sports Activity Vehicle) unter der Marke Mini ist bereits bestätigt und soll bei Magna Steyr in Österreich produziert werden. Auch vom Gelände-Mini wird auf dem Pariser Automobilsalon 2008 eine Studie gezeigt. Der Serienversion könnte ,Crossman" heißen und soll ab 2010 zu haben sein. In dieser Klasse wollte auch Mercedes mit dem Smart Formore mitspielen. Doch dessen Entwicklung wurde bereits vor drei Jahren gestoppt.

BMW X1 in Paris