Koreanisches Konzept: Realitätsnahe Sportcoupé-Studie mit rund 300 Turbo-PS

Ganz ohne Vorankündigung hat der koreanische Autobauer Kia auf der diesjährigen New York Auto Show sein jüngstes Designkonzept enthüllt. Der rote Zweitürer hört auf den Namen Koup. Lautmalerisch beschreibt der Name den Asiaten perfekt – wenigstens für Menschen jenseits des Atlantiks. Genau wie beim Namen ,Porsche" verschlucken die Amerikaner nämlich auch bei der Bezeichnung ,Coupé" gerne den letzten Buchstaben, sprechen das Wort also ziemlich genau so aus, wie die aktuelle Kia-Studie heißt.

Asiaten unter sich
Die knallrote, straff gezeichnete Karosserie mit der angedeuteten Keilform erinnert an den neuen Mitsubishi Lancer und dessen kommende Evolution-Version. Die Front des Koreaners beherrschen der mächtige, zweiteilige Kühlergrill und die scharf gezeichneten LED-Scheinwerfer. Am Heck unterstreichen ein – funktionierender – Karbondiffusor und die aus ihm hervorlugenden Chromendrohre den sportlichen Anspruch der Konzeptstudie.

Turbo-Power
Noch wirkungsvoller dürfte diesen Anspruch der Zweiliter-Vierzylinder mit Turboaufladung unterstreichen, der im Koup für Vortrieb sorgt. Dank seiner fast 300 PS sollte der Direkteinspritzer-Otto mit dem asiatischen 2+2-Sitzer leichtes Spiel haben. Ein adaptives Sportfahrwerk schließlich soll dafür sorgen, dass die hohe Leistung des Fronttrieblers immer perfekt auf die Straße kommt. Für den direkten Fahrbahnkontakt sind fette 245er-Gummis auf riesigen 19-Zollfelgen zuständig.

Ins rechte Licht gerückt
Im Innenraum geht's mild futuristisch zu. Die Sitze sind mit ,Ultrasuede" bezogen, einem widerstandsfähigen Kunst-Wildleder. Ebenfalls pflegeleicht: der Fahrzeugboden mit Neoprenoberfläche. Mittelkonsole und Instrumententräger erstrahlen im knallbunten Star-Wars-Look und dürften in dieser Form wohl nie in Produktion gehen. Schon eher ein Kandidat für die Serie ist das dick umschäumte Sportlenkrad, das dank zahlreicher Zusatzknöpfe auch als Fernbedienung für Infotainment und Telefon herhält. Hinter dem Multifunktionslenkrad sitzen zwei auffällige Paddel, mit denen die sechs Fahrstufen des sequenziellen Schaltgetriebes eingelegt werden können. Für die richtige Stimmung an Bord soll schließlich das durchsichtige, zweigeteilte Panoramadach sorgen, dessen Mittelsteg zudem eine komplett von vorne nach hinten durchlaufende Ambientebeleuchtung enthält.

Bildergalerie: Kia Koup in New York