Parallel-Hybridsystem stellt imposante 600 PS zur Verfügung

Infiniti zeigt auf dem Genfer Auto-Salon (5. bis 15. März 2009) die elegante Luxus-Coupé-Studie Essence. Das Fahrzeug verfügt über einen Hybridantrieb und soll einen Ausblick auf zukünftige Modelle der Nissan-Edelmarke geben.

Lang gezogene Front, kurze Rückpartie
Die Karosserie des 4,70 Meter langen Essence zeichnet sich durch eine lang gezogene Motorhaube und eine kurze Rückpartie aus. Vorne springt ein charakteristischer Kühlergrill mit großem Infiniti-Logo ins Auge. Mächtige Aluräder, geschwungene Linien und eine hohe Fensterkante kennzeichnen die Seitenansicht. Am Heck gibt es nach unten verlaufende konkave ,Hutzen". Die Windschutzscheibe geht nahezu nahtlos in ein Glasdach über, das nach hinten zur Kofferraumöffnung abfällt. Anstelle von Türgriffen besitzt der Essence in die Karosserie eingelassene Druckknöpfe, und statt Rückspiegeln Minikameras an den A-Säulen.

Asymmetrische Fahrerkabine
Die asymmetrische Fahrerkabine ist in zwei Bereiche unterteilt: Als Trennelement dient eine massive Konsole, die sich mit der Mitte des Armaturenbretts vereinigt. Die Fahrerseite ist in Schwarz, die Beifahrerseite in einem rötlichen Erdfarbton gehalten. Auch die Ledernähte an den Sitzlehnen auf der linken und rechten Seite sind unterschiedlich ausgeführt.

Kombination aus Benzin- und Elektromotor
Herzstück der Studie ist der Hybridantrieb: Die Kombination aus einem Benzin- und einem Elektromotor stellt dem Essence imposante 600 PS zur Verfügung. Unterstützt von zwei Abgasturboladern, leistet der 3,7-Liter-V6-Ottomotor mit Direkteinspritzung 440 PS. Zusätzlich kommt ein neuer E-Motor zum Zuge. Das extrem schmale, tellerförmige Triebwerk ist zwischen Benzinmotor und Getriebe positioniert und soll das doppelte Drehmoment eines konventionellen Aggregats erzeugen. Seine Energie bezieht er von einem kompakten Lithium-Ionen-Akku im Kofferraum.

Elektrobetrieb in der Stadt
Die beiden Motoren können entweder getrennt voneinander oder zusammen als Parallel-Hybridsystem zum Einsatz kommen. In städtischen Ballungsräumen reicht der abgasfreie Elektromotor aus. Auf Überlandstrecken kann der Essence sein Leistungspotenzial ausschöpfen und auf die vollen 600 PS des kombinierten Benzin- und Elektroantriebs zurückgreifen. Anders als bei den meisten anderen Hybridantrieben wird die Leistung ausschließlich an die Hinterräder abgegeben.

Neue Sicherheitssysteme
Der Essence zeigt zudem neue Sicherheitssysteme. Bereits aus aktuellen Infiniti-Modellen bekannt sind der Abstandskontroll-Assistent und der Spurhalte-Assistent. Neu sind hingegen ein Schutz gegen Seiten- und Heckaufprall. Die Seitenaufprall-Vermeidung warnt den Fahrer beim Spurwechsel vor herannahenden Fahrzeugen und hilft durch selektives Abbremsen der Räder, eine Kollision zu verhindern. Entsprechend warnt die Heckaufprall-Vermeidung beim Rückwärtsmanöver vor Hindernissen hinter dem Auto. Bei Nichtbeachtung der Warnung bremst das System den Wagen selbsttätig ab.

Zurückgleitender Gepäckraumboden
Um den Kofferraum bequem beladen zu können, lässt sich dieser über einen Knopf an der Fernbedienung elektrisch öffnen. Daraufhin gleitet der Gepäckraumboden zurück. Als luxuriöse Dreingabe hat sich Infiniti außerdem mit der französischen Luxusmarke Louis Vuitton zusammengetan und ein maßgeschneidertes, edles Reisegepäck für den Essence entworfen. Dieses umfasst einen großen Koffer sowie zwei dazu passende schmale Aktenmappen.

Bildergalerie: 600-PS-Hybrid-Sportler