Modifizierte Version des Kleinstwagens wird in Genf gezeigt

Als selbst ernanntes "billigstes Auto der Welt" mischte der Tata Nano im Jahr 2008 die automobile Welt auf. Lediglich 1.700 Euro sollte er in seinem Heimatland Indien kosten. Doch schnell wurde klar, dass diese Version nur das Allernötigste beinhaltete, von moderner Sicherheitstechnik keine Spur. Doch nun zeigt Tata ein verbessertes Modell, was speziell für europäische Märkte konzipiert worden ist.

Mehr Sicherheit für Europa
Firmenchef Ratan Tata ließ es sich nicht nehmen, den Nano Europa höchstselbst auf dem Genfer Auto-Salon (5. bis 15. März 2009) vorzustellen. An der eigenwilligen Grundform hat sich nichts geändert: Ein hoher Aufbau soll in Verbindung mit kleinen Rädern für maximale Raumausnutzung sorgen. Die Länge des Nano Europa beträgt 3,29 Meter, die Breite 1,58 Meter. Um den Platz im Inneren und das Fahrverhalten zu optimieren, haben die Inder den Radstand geringfügig auf 2,28 Meter verlängert. Äußere optische Unterschiede betreffen die neu designten Scheinwerfer und Rückleuchten, zudem wirken die Stoßfänger harmonischer.

Unter 100 Gramm als Ziel
Im Heck löst ein Dreizylinder-Benziner das bisherige Zweizylinder-Aggregat ab. Das komplett aus Aluminium gefertigte Triebwerk wird mit einem automatischen Fünfgang-Getriebe und elektrischer Servolenkung kombiniert. Der CO2-Ausstoß soll unter 100 Gramm pro Kilometer liegen. Laut Tata soll der Europa-Nano alle Sicherheitsanforderungen erfüllen, so gibt es ABS, ESP und Airbags an Bord. Zum Marktstart und dem Preis hält sich das Unternehmen noch zurück. Ratan Tata verkündete einzig die Absicht, den Nano auf ausgewählten internationalen Märkten anzubieten. In Indien wird der Serien-Nano am 23. März 2009 vorgestellt, der Verkauf startet dort Anfang April.

Zwei weitere Neuheiten
Die weiteren Genf-Premieren des Hauses Tata sind der Prima, eine von Pininfarina entworfene Studie einer luxuriösen Limousine und der Indica Vista EV. Bei diesem handelt es sich um ein Elektroauto auf Basis der neuen Generation des kompakten Indica Vista. Zur Verwendung kommen Lithium-Polymer-Akkus, die gemeinsam mit dem norwegischen Unternehmen Miljo Grenland entwickelt wurden. So ausgerüstet, soll die Reichweite 200 Kilometer betragen und eine Beschleunigung auf 100 km/h in unter zehn Sekunden ermöglichen.

Tata Nano für Europa