SRT, R/T, SE: Dodge stellt in New York die komplette Challenger-Familie vor

Fast zwei Monate liegt sie zurück, die Weltpremiere des neuen Dodge Challenger in Chicago. Damals zeigten die Amerikaner die limitierte Erstedition des Topmodells SRT8 mit dem großen 6,1-Liter-Hemi. Auf der Auto Show in New York enthüllt Dodge nun die restliche Challenger-Familie.

Ein V6, zwei V8
Die US-Retro-Rakete wird ab Modelljahr 2009 in drei Versionen angeboten. Am unteren Ende der Leistungsskala: der Challenger ,SE" mit 3,5-Liter-V6. Dieser Motor schickt immerhin 253 PS und 339 Newtonmeter über eine Viergang-Automatik in Richtung Hinterachse – für echte Muscle-Car-Fans dürfte er aber keine Alternative darstellen. Das scheint auch Dodge so zu sehen, denn viel mehr als die Leistungsdaten haben die Amis über den V6 nicht vermeldet. Offensichtlich erwarten die Macher nicht für den SE, sondern für seinen stärkeren Bruder die höchste Nachfrage. Der trägt den geschichtsträchtigen Namen ,R/T" (steht für Road/Track) und ist standesgemäß motorisiert. Unter der extralangen Motorhaube saugt nämlich ein waschechter Hemi-V8 Frischluft durch die beiden typischen Hutzen. Der Motor hat zwar etwas weniger Hubraum (5,7 statt 6,1 Liter) und dementsprechend weniger Leistung als das große SRT8-Aggregat. Lethargisch dürfte sich aber auch der R/T Challenger nicht geben: Rund 380 PS und 548 Newtonmeter sollen dafür sorgen, dass dieser Challenger den US-Standardsprint auf 60 Meilen pro Stunde in unter sechs Sekunden erledigt.

Schalten wie Kowalski
Für den R/T wird Dodge zwei Getriebe anbieten: eine Fünfgang-Automatik und ein manuelles Sechsgang-Getriebe. In Verbindung mit dem Automaten soll der Dodge mit einer zusätzlichen Spritsparmaßnahme ausgerüstet werden. Dank intelligenter Zylinderabschaltung – bei Dodge ,Multi-Displacement" genannt – soll der Small Block bis zu 20 Prozent weniger Sprit durch seine halbkugelförmigen Brennräume laufen lassen. Mit manuellem Getriebe ist diese Technik nicht lieferbar. Dafür aber kommt der Handschalter mit einem stilechten ,Pistol-Grip"-Hebel daher – eine Verbeugung vor dem Original-Challenger von 1970.

Am oberen Ende
Ebenfalls mit Automatik oder Schaltgetriebe wird es den Challenger SRT8 im Modelljahr 2009 geben. Der Motor des Topmodells bleibt unangetastet: Aus 6,1 Liter Hubraum produziert der Hemi-V8 rund 430 PS und 570 Newtonmeter Drehmoment. Das soll langen, um den Sprint auf 60 Meilen (96 km/h) in unter fünf Sekunden zu packen. Die Höchstgeschwindigkeit des schnellsten Serien-Challenger aller Zeiten gibt Dodge mit rund 270 km/h an.

Importieren bitte!
Wie teuer die neuen Modelle genau sein werden, haben die Amerikaner noch nicht bekannt gegeben. Allerdings soll der US-Einstiegspreis für den Challenger laut Dodge irgendwo zwischen 20.000 und 25.000 Dollar liegen. Am Preis des SRT8 dürfte sich für 2009 nicht viel ändern: Das Topmodell kostet in den Staaten derzeit rund 40.500 Dollar, also etwa 25.500 Euro. Und wie immer schließen wir mit dem bedauernden Hinweis darauf, dass Dodge den Challenger in Europa nicht anbieten will. Zahlungskräftige Fans werden zwar bei Grauimporteuren fündig, doch dort kann der limitierte SRT8 derzeit deutlich über 60.000 Euro kosten.

Challenger in New York