Neuinterpretation: Porsche Cayenne Turbo S als Chopster in Genf

Bereits 2005 gab es auf dem Genfer Auto-Salon einen leckeren Porsche-Aufschnitt: Rinspeed präsentierte die Serienversion eine Chopster auf Basis des Cayenne. Nun, im Jahr 2009, ist es wieder soweit: Die Mansory Switzerland AG, eine Tochter der deutschen Mansory GmbH, zeigt eine spektakulären Chopster auf Grundlage des Porsche Cayenne Turbo S. Die Erfahrungen mit diesem Thema kommen nicht von ungefähr: Mansory Schweiz ging aus der Porsche-Veredelungssparte der Rinspeed AG hervor.

Umbauten mit Karbon
Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass der Name Chopster von ,to chop", also englisch für ,abschneiden", kommt. Das Dach des SUV wurde so um 60 Millimeter tiefer gesetzt. Mehr als auffällig sind die Modifikationen an der Karosserie, die den Unterschied zum Serienwagen groß werden lassen. Verändert wurden Front- und Heckschürze, die Türen und die Motorhaube. Neue Kotflügel verbreitern den Wagen um 80 Millimeter. Alle Komponenten werden aus Karbon geformt, das macht den Wagen viel leichter.

Mehr Power unter der Karbon-Haube
Auch am aufgeladenen Serienaggregat wird kräftig gefeilt: Mansory ersetzt die Werks-Turbos durch größere Exemplare. Ein angepasstes Motormanagement und eine verbesserte Versorgung mit Kühlluft führen zu beachtlicher Mehrleistung. Der modifizierte V8 mobilisiert dadurch 710 PS sowie ein maximales Drehmoment von 900 Newtonmeter. Das Serienmodell liefert 500 PS und 750 Newtonmeter. Während die Tachonadel bei der Serie ab 280 km/h nicht mehr weiterdreht, sind es beim Mansory 302 km/h.

Sportauspuff mit regelbarem Sound
Eine Sportauspuffanlage mit optimiertem Abgasstrom vervollständigt das Motorenupgrade. Durch die eingebaute Klappensteuerung wird die Soundkulisse reguliert und erzeugt wahlweise einen dezent sonoren oder kräftigen und voluminösen Klang. Um die Verzögerung des Chopster kümmert sich eine üppig dimensionierte Sportbremsanlage: Scheiben in 420 x 40 Millimeter vorn und 375 x 30 Millimeter hinten werde von den vorderen Acht- und hinteren Vier- Kolbenanlagen in die Zange genommen. Passend dazu gibt es 23-Zöller, in denen die Bremsanlage Platz findet. Durch das Sportmodul zur Steuerung der Luftfederung werden die XXL-Räder zusätzlich in Szene gesetzt: Auf Wunsch senkt es den Fahrzeugschwerpunkt
des SUV um 45 Millimeter ab.

Feines für den Fahrgastraum
Strapazierfähig und dennoch weich soll das von Hand vernähte Leder des Chopster-Interieurs sein. Neu sind das Airbag-Sportlenkrad, eine Aluminium-Pedalerie und Echtkarbon-Applikationen. Im Fond gibt es Einzelsitze, einen Kühlschrank, Monitore in den vorderen Kopfstützen, einen DVD-Player und ein Laptop mit Internetverbindung. Einen Preis will Mansory erst nach der Messe bekannt geben.

Bildergalerie: Masory Chopster