Neue Variante mit dritter Sitzbank und Platz für sieben Personen vorgestellt

Das Design gibt den Ausschlag: Seit der Markteinführung im Februar 2007 hat Nissan europaweit bereits über 100.000 Exemplare des Qashqai absetzen können. Nach eigenen Erhebungen konnten die Japaner mit dem Stilmix aus SUV und Kompaktwagen einen Anteil von drei Viertel Neukunden für sich gewinnen. Nun wird die Palette des Fahrzeugs mit dem unaussprechlichen Namen um eine verlängerte Version erweitert.

21 Zentimeter mehr
Das auf die Bezeichnung Qashqai+2 hörende Fahrzeug weist einen um 13 Zentimeter verlängerten Radstand auf, die Länge beträgt bei der Stretchversion 4,53 Meter, was 21 Zentimeter mehr sind als beim normalen Modell. Die Höhe wuchs hingegen um moderate vier Zentimeter. Äußerlich ist der +2 an neu gestylten Türen und einer veränderten Dachlinie zu erkennen. Die Seitenfenster sind größer geworden, um den Passagieren auf der neuen dritten Sitzbank eine gute Aussicht zu gewähren. Während an der Front ein neuer Kühlergrill auf die Langversion hinweist, besitzt das Heck ein größeres Fenster und einen veränderten Stoßfänger.

Platz für sieben
Nissan möchte sich mit dem Qashqai+2 insbesondere an Familien mit Kindern richten, während die bisherige Variante oft von kinderlosen Käufern oder solchen mit einem Kind erworben wurde. Damit das Unterfangen klappt, ist im +2 die zweite Reihe dreifach im Verhältnis 40:20:40 teilbar. Die Rückenlehne kann hier in neun Positionen zwischen zehn und 25 Grad arretiert werden. Der 20-prozentige Teil der Lehne kann zudem als Armlehne mit Cupholdern umgeklappt werden. Bleibt sie in der Rückenlehne, dient die Armlehne als Ablagefach für die dritte Reihe. Diese ist für Kinder oder Erwachsene bis zu einer Körpergröße von 1,60 Meter ausgelegt. Die Sitze sechs und sieben lassen sich geteilt umlegen und verschwinden bei Nichtbenutzung im Fahrzeugboden. Dann beträgt das Kofferraumvolumen 500 Liter, 90 Liter mehr als beim kurzen Qashqai. Wie dieser kann auch der Qashqai+2 mit einem großen Panorama-Glasdach ausgestattet werden, allerdings ist es um 14 Zentimeter verlängert worden.

Marktstart im Oktober 2008
Technisch orientiert sich der +2 am bisherigen Qashqai. Wie dieser ist er wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich. Die Motorenpalette hält zwei Benziner und zwei Diesel bereit. Die Ottomotoren leisten 115 und 140 PS, während die Selbstzünder auf 106 und 150 PS kommen. Ein Rußpartikelfilter ist bei beiden Dieseln serienmäßig an Bord. Der kleine Benziner besitzt ein Fünfgang-Schaltgetriebe, sein großer Bruder und die beiden Diesel ein Sechsganggetriebe. Bei Ausstattung mit Allradantrieb steht für den stärkeren Diesel eine Sechsgang-Automatik und für den Top-Benziner eine stufenlose CVT-Automatik bereit. Die Ausstattungsvarianten Visia, Acenta und Tekna werden vom normalen Qashqai übernommen. Der Marktstart der Langversion erfolgt im Oktober 2008, Details zu den Preisen wurden noch nicht bekannt gegeben.

Bildergalerie: Verlängerter Qashqai