Fahrzeug aus Südafrika wird in Paris vorgestellt

Unter dem Begriff Joule versteht man in der Physik die Bezeichnung für Arbeit, Energie und Wärme. Für das südafrikanische Unternehmen Optimal Energy lag es daher nahe, das erste Elektroauto auf dem schwarzen Kontinent ,Joule" zu nennen. Vorgestellt wird der Fünftürer auf dem Pariser Autosalon vom 4. bis 19. Oktober 2008.

Styling durch kundige Hand
Auch wenn man es dem kompakten Stromer nicht auf den ersten Blick ansieht: Seine Optik stammt aus der Feder des südafrikanischen Designers Keith Helfet, der lange Zeit bei Jaguar beschäftigt war und dort unter anderem den Supersportwagen XJ 220 zeichnete. Der Joule wird von Optimal Energy als kompakter Sechssitzer angesehen, der auf optimales Raumangebot hin konzipiert wurde. Die selbsttragende Stahlkarosserie wird durch Kompositwerkstoffe aus Glas und Karbon ergänzt. Ähnlich wie beim Smart gibt es Bodypanels aus Kunststoff.

Lithium-Ionen-Akkus als Speicher
Das Chassis des Joule ist so konzipiert worden, dass zwei große Lithium-Ionen-Akkupacks aufgenommen werden können. Insgesamt sollen sie eine elektrische Reichweite von 400 Kilometer ermöglichen. Hinzu kommt ein regeneratives Bremssystem mit der Möglichkeit zur Rekuperation. Zur Serienausstattung gehören zudem vier innenbelüftete Scheibenbremsen und ein ABS. Je nach Leistungs- und Preiswünschen des Kunden können unterschiedliche Batterien eingebaut werden. Laut Optimal Energy dürfte bereits ein Akkupack mit 200 Kilometer Reichweite für die meisten Anforderungen ausreichen, da die meisten städtischen Nutzer des Joule weniger als 150 Kilometer am Tag fahren.

Aufladen an der Steckdose
Ein in das Fahrzeug integrierter Computer kontrolliert die einzelnen Batterien. Hinzu kommt die Möglichkeit, den Rechner so zu programmieren, dass das Aufladen außerhalb der Spitzenzeiten erfolgt. An einer normalen 220-Volt-Steckdose soll es etwa sieben Stunden dauern, den Joule wieder komplett aufzuladen. Der südafrikanische Energiekonzern Eskom hat als optimales Ladefenster einen Bereich zwischen 23 Uhr nachts und sechs Uhr morgens ermittelt. Obwohl Eskom hauptsächlich auf Strom aus Kohlekraftwerken setzt, sollen laut Optimal Energy die Emissionen dennoch sinken, da der Joule nur 20 Prozent der Energie eines konventionellen Autos benötigt.

Marktstart für Ende 2010 geplant
Die Produktion des Joule wird in der südafrikanischen Provinz Gauteng erfolgen. Mehr als 50 Prozent der Fahrzeugteile sollen von einheimischen Zulieferern kommen. Geplant ist, den Joule ab Ende 2010 in allen größeren Städten des Landes wie Kapstadt oder Durban zu verkaufen, kurz danach wird das Elektroauto auch international erhältlich sein.

Stromer aus Südafrika