Neueste Modelle des russischen Herstellers auf der AMI in Leipzig vorgestellt

Ein neues Lada-Modell ist für westliche Motorjournalisten stets etwas Besonderes. Meist wird es über längere Zeit hinweg bei diversen Automessen ausgestellt und stets angekündigt. Kommt es dann auf den Markt, ist das Fahrzeug allerdings bereits veraltet. Doch mit dem kleinen Kalina versuchen die Russen mittlerweile, näher am Puls der Zeit zu sein. Das neueste Produkt ist der Nachfolger der Lada-2110-Baureihe.

Zunächst zwei Versionen erhältlich
Die auf dem Vorgänger basierenden neuen Fahrzeuge waren lange Zeit unter dem Namen ,Priora" bekannt. Auf den deutschen Markt kommen sie nun aber, je nach Karosserieform, unter der Bezeichnung 2170 (Stufenheck) und 2172 (Fließheck). Grundlage ist nach wie vor die 2110-Baureihe, allerdings wurden die Front- und die Heckpartie völlig überarbeitet und mit einer modernen Optik versehen. Unter anderem erstrahlen die Scheinwerfer nun in Klarglasoptik und die Türen werden zukünftig mit stabilen Bügeltürgriffen geöffnet. Der Innenraum weist wesentlich höherwertiges Plastik auf und macht insgesamt einen aufgeräumten und funktionalen Eindruck. Bei beiden Modellen ist der Kofferraum erweiterbar.

Motorenseitig nur ein Benziner vorhanden
Wer hingegen auf einen Diesel im neuen Lada hofft, wird enttäuscht sein. Unter der Haube arbeitet der bekannte Vierzylinder-Benziner mit 16 Ventilen und Multi-Point-Einspritzanlage. Das Aggregat besitzt einen Hubraum von 1.596 Kubikzentimeter und eine Leistung von 98 PS. Damit soll eine Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h möglich sein, die Beschleunigung auf 100 km/h vollzieht sich laut Hersteller in 11,5 Sekunden. Geschaltet wird über ein Fünfgang-Schaltgetriebe, den Verbrauch beziffert Lada mit 7,2 Liter auf 100 Kilometer.

Gute Serienausstattung
Die neuen Modelle weisen eine ausreichende Serienausstattung auf: An Bord sind Fahrer- und Beifahrerairbag sowie ein ABS. Nach Angaben des deutschen Importeurs ist auch der Einbau eines ESP geplant. Zudem sind eine Servolenkung, eine Metalliclackierung, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorne und diverse andere Features im Preis inklusive. Lada gibt eine allgemeine Garantie von vier Jahren sowie sechs Jahre auf Durchrostung. Auf den Markt kommen soll der 2170 Ende des Jahres 2008, der 2172 folgt Anfang 2009. Mit dem wichtigen Kombimodell ist nicht vor 2010 zu rechnen. Zu den Preisen macht Lada noch keine Angaben, man will aber das Ziel erreichen, den Preis unter der Marke von 10.000 Euro zu halten.

Im Osten etwas Neues