Vor 40 Jahren debütierte die Mittelklasse-Limousine Peugeot 504 in Paris

In diesen Tagen feiert Peugeot den Geburtstag einer stillen Ikone. Zu seinen Lebzeiten haftete dem viertürigen 504 immer ein wenig das Stigma eines Spießerautos an, aus heutiger Sicht hingegen ist die französische Limousine ein typischer Repräsentant des Stils der späten sechziger und frühen siebziger Jahre. In den Herbst des turbulenten Jahres 1968 hineingeboren, wurde die brave Limousine schnell zu einem Verkaufsschlager in ihrer Heimat und zu einem erfolgreichen Botschafter französischer Auto-Lebensart in aller Welt.

James-Bond-Jäger
Schon bald avancierte der Wagen sogar zum Filmstar, selbst wenn er dabei häufig nur in der zweiten Reihe mitspielte. Star-Auftritte blieben vielleicht exklusiveren Gefährten vorbehalten, präsent war der 504 zu seiner besten Zeit auf Leinwand und Bildschirm aber ständig. Gerade die Film-Bösewichter hefteten sich oft am Steuer eines schwarzen 504 an die Fersen der Helden: So geschehen etwa in der legendären 007-Verfolgungsjagd von ,In tödlicher Mission" – als mehrere dunkle 504 Bonds gelbe Ente jagten – oder im Belmondo-Thriller ,Der Profi".

Seiner Zeit voraus
Aber auch technisch hatte der große Franzose einiges zu bieten. So verfügte er etwa ab seinem Debüt auf dem Pariser Auto Salon 1968 über Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen rundum – vor 40 Jahren beileibe keine Selbstverständlichkeit. In seiner Heimat wurde der Wagen bis 1983 gebaut, der Import nach Deutschland wurde bereits 1981 eingestellt. Die 504-Karriere war damit aber noch lange nicht beendet: Die Produktionsanlagen wurden 1983 nach Argentinien verschifft, die absolut letzten Exemplare liefen gar erst im Jahr 2005 in Nigeria vom Band. Insgesamt wurden zwischen 1968 und 2005 weltweit um die 3,7 Millionen 504er verkauft.

40 Jahre Peugeot 504