Sportwagen ist in den USA ab sofort erhältlich

Zur Zeit weckt General Motors bei der Masse eher negative Gefühle. Doch nun geht mit dem neuen Chevrolet Camaro ein Auto des GM-Konzerns an den Start, das beim Betrachter spontan positive Emotionen auslöst. Der Sportwagen soll wie seine Vorgänger aus den 1960er- und 1970er Jahren gegen die Konkurrenz von Dodge, Ford und Nissan antreten. Die modernen Gegner heißen Challenger, Mustang und 370Z.

Rückkehr nach langer Pause
Vor sieben Jahren war die letzte Camaro-Generation sang- und klanglos eingestellt worden. Zwar bollerte 2002 noch ein V8-Motor unter der Haube, doch die Optik der Muscle-Car-Legende war an die Grenze zur Belanglosigkeit gekommen. Für Chevrolet ein Ansporn, es beim neuen Camaro besser zu machen. In der Tat orientiert sich das Design der Neuauflage am Urmodell von 1967. Das 4,84 Meter lange Fahrzeug weist wie das historische Vorbild eine Coupé-Karosserie mit ausgeprägtem Stufenheck auf. In den Kofferraum passen 320 Liter Gepäck. Markant sind die ausgestellten hinteren Kotflügel und der schmale Kühlergrill mit serienmäßigem ,bösen Blick". Auf der Motorhaube aus Aluminium weist ein Powerdome auf die darunter brodelnde Leistung hin.

Nostalgischer Innenraum
Im Innenraum des neuen Camaro ist offiziell Platz für vier, man kann jedoch eher von einem 2+2-Sitzer ausgehen. Der Fahrer blickt auf zwei quadratische Höhlen, in denen sich jeweils Tacho und Drehzahlmesser befinden. Diese Lösung orientiert sich am Urmodell, allerdings befindet sich beim 2010er-Modell zwischen den beiden Röhren ein Infodisplay. Optional sind analoge Anzeigen für Öldruck, Öltemperatur, Spannung und Getriebeöltemperatur erhältlich, die sich auf der Mittelkonsole vor dem Schalthebel befinden. Apropos Schalthebel: Schon bald soll auf Wunsch ein speziell geformter ,Hurst Shifter" erhältlich sein, mit dem man noch schneller die Gänge wechseln kann. Zu den Serienfarben des Interieurs zählen Schwarz, Grau und Beige. In Verbund mit Lederpolsterung gibt es optional auch eine Innenausstattung in ,Inferno Orange". Für die Unterhaltung sind Bluetooth-, USB- und iPod-Anschlüsse verfügbar.

Kraft unter der Haube
Das Motorenangebot besteht aus einem Sechszylinder und zwei Achtzylindern, allesamt in V-Form. Der Basismotor leistet 309 PS aus 3,6 Liter Hubraum. Durch Direkteinspritzung soll das Aggregat seinen Durst zügeln. Umgerechnet liegt der Verbrauch zwischen knapp acht Liter auf dem Highway und 13 Liter in der Stadt. Noch eine Schippe drauf legen die beiden Achtzylinder: Die Versionen unterscheiden sich je nach Art der Kraftübertragung. Beiden gemeinsam ist aber der Hubraum von 6,2 Liter und der Ursprung aus dem Aggregat der Corvette. Der schwächere Motor hört auf das Kürzel L99 und leistet 406 PS in Verbindung mit einer Sechs-Stufen-Automatik. Als Besonderheit werden im Teillastbereich vier der acht Zylinder abgeschaltet. Zudem bietet die Automatik einen manuellen Eingriffsmodus mittels Paddles am Lenkrad. Chevrolet beziffert die Verbrauchsspanne auf 9,5 bis 14,5 Liter. Auf 432 PS kommt die LS3-Maschine, welche mit einer Sechsgang-Handschaltung angeboten wird. Käufer des Basismodells können zwischen Schaltung und Automatik wählen.

Sonderangebot in den Staaten
Zur Auswahl stehen drei Ausstattungsniveaus: Die Basisvariante LS und der LT gibt es nur mit Sechszylinder, die V8-Aggregate sind der SS-Version vorbehalten, deren Kürzel für ,Super Sport" steht. Kennzeichen des Camaro SS sind ein Heckspoiler, ein zusätzlicher Lufteinlass in der Motorhaube und 20-Zoll-Felgen. Ab LT steht ein optionales RS-Paket zur Verfügung, in dem unter anderem so genannte ,Halo Rings" enthalten sind. Diese Leuchtringe um die Scheinwerfer sind hierzulande hauptsächlich durch BMW bekannt. Serienmäßig gibt es bei den Schaltversionen ein Hinterachs-Sperrdifferenzial, für die Sicherheit sorgen bei allen Camaro sechs Airbags. In den USA beginnen die Preise für den Camaro LS bei 22.995 Dollar, umgerechnet rund 17.500 Euro. Für die SS-Variante verlangt Chevy mindestens 30.995 Dollar, rund 23.600 Euro. Nach Europa soll der flotte Flitzer im Jahr 2010 kommen, Details zu hiesigen Preisen und Ausstattungen gibt es aber noch nicht.

Chevrolet zeigt Muskeln